Hardware as a Service wird zum Trend

Weniger Routine

IT-Abteilungen von Routine-Aufgaben zu entlasten, ist IDC zufolge wesentlich, weil solche Fachleute die digitale Transformation von Unternehmen vorantreiben sollen. Sie müssen beispielsweise digitale Angebote konzipieren, Apps entwickeln und Geschäftsprozesse neu ausrichten. Daher fehlt die Zeit, sich zusätzlich mit dem Kauf und der Bereitstellung von PCs oder Notebooks zu beschäftigen.
Vor allem in Deutschland kommt ein zweiter Faktor hinzu: der Mangel an IT-Fachkräften. So blieben nach Angaben des Digitalverbands Bitkom Ende vergangenen Jahres mehr als 55.000 Stellen im IT-Bereich unbesetzt. Die Lösung: Alles, was nichts mit dem IT-Kerngeschäft zu tun hat, wird nach aussen verlagert. PCaaS ist ein Weg, um in IT-Abteilungen Kapazitäten für wichtigere Aufgaben freizuschaufeln.

Capex versus Opex

Ebenso wie Cloud-Dienste mit ihren As-a-Service-Modellen werben die Anbieter von Hardware-Abonnementmodellen zudem mit einem Argument, das die Finanzchefs erfreuen dürfte: Aus Capex werden Opex. Das heisst, Investitionskosten (Capital Expenditures) in Rechner, Smartphones und Tablets sowie die dazugehörige Software-Ausstattung verwandeln sich durch das Miet-Modell in Betriebskosten (Opera­tional Expenditures).
Florian Beiter
“„Generell lässt sich ein großer Trend zu verbrauchsorientierten ‚As-a-Service‘-Modellen fest­stellen, sowohl im privaten wie im gewerblichen Bereich.“„
Florian Beiter
Head of Computing & Essential Print Services Germany and Austria bei HP
In Verbindung mit einem nutzungsorientierten Ansatz bietet das Opex-Modell Vorteile. Je nach Anbieter und Vertragsgestaltung kann ein Unternehmen beispielsweise IT-Endgeräte nach Bedarf ordern. Ändert sich die Zahl der Mitarbeiter, dann lässt sich der Bestand an Rechnern und Smartphones auf einfache Weise anpassen: Die Zahl der gemieteten Systeme wird noch oben oder unten korrigiert.
Allerdings hat dieses Modell auch bei PCaaS-Angeboten Grenzen. Denn: „Die grössten Vorteile ergeben sich bei Vertragslaufzeiten von 24 bis 36 Monaten“, so Florian Beiter von HP. Lenovo empfiehlt sogar noch längere Zeitspannen: „Um bestmöglich von PCaaS zu profitieren, werden Verträge tendenziell über fünf bis acht Jahre Laufzeit geschlossen; auch dann, wenn der Produkt-Refresh vielleicht bereits nach 24, 30 oder 36 Monaten vorgesehen ist“, sagt Diana Croessmann. Das heisst, dass ein Unternehmen auf das Wohlwollen des Anbieters angewiesen ist, wenn es etwa nach einem Abbau von Arbeitsplätzen nur noch 950 statt 1180 Systeme benötigt, die Restlaufzeit eines Vertrags aber noch 15 Monate beträgt.



Das könnte Sie auch interessieren