Enterprise-WANs as a Service 11.02.2020, 08:44 Uhr

Software flexibilisiert Managed WANs

Unternehmensstandorte lassen sich einfacher und kostengünstiger vernetzen. SD-WANs beispielsweise können bestehende MPLS-Netzte sinnvoll ergänzen.
(Quelle: Bild: Shutterstock / whiteMocca )
Die Vernetzung verteilter Standorte erfordert ein leistungsfähiges und sicheres Weitverkehrsnetz, ein Wide Area Network (WAN). Ein solches Netz selbst aufzubauen und zu managen überfordert jedoch viele Unternehmen. Vor allem bei der schnellen und zuverlässigen Übertragung geschäftskritischer Daten setzen Anwender daher meist auf ein sogenanntes Managed WAN. «Der überwiegende Teil der Business-Kunden fokussiert sich seit Dekaden auf Full-Managed Services der Provider», erklärt Kerstin Larsson-Knetsch, Bereichsleiterin Customer Solutions & Projects beim Mobilfunkbetreiber Vodafone.
Managed-WAN-Provider stellen Weitverkehrsverbindungen zur Verfügung und garantieren über Service Level Agreements (SLAs) deren Performance und Verfügbarkeit. Sie überwachen die Qualität des Netzes und dokumentieren dessen Auslastung in regelmässigen Reports. Bei Ausfällen oder Leistungseinbussen sorgen sie im Rahmen der vereinbarten SLAs mehr oder weniger schnell für Abhilfe. «Das WAN sollte die Geschäftsprozesse des Unternehmens idealerweise so unterstützen, dass der Nutzer gar nicht merkt, dass die Ressourcen geografisch weit auseinanderliegen», betont Joachim Sinzig, Director Product Management beim Netzwerkdienstleister Riedel Networks.
Schwindende Bedeutung: Über 40 Prozent der weltweiten Unternehmen mit SD-WAN wollen ihr MPLS-Netz reduzieren oder sogar ganz abschaffen.
Quelle: Nemertes Research (rundungsbedingt nicht 100 Prozent)
Je nach Ausprägung gehören zum Leistungsumfang auch die Installation und der Betrieb lokaler Hardware (Customer Premise Equipment, CPE), die Planung und Konfiguration von WAN-Strecken sowie die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen Netzwerkstrategie.



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