ICT-Security-Experten braucht das Land – und bekommt sie demnächst hoffentlich auch

Facettenreiche Aufgabe

Doch was wird ein eidgenössisch diplomierter ICT Security Expert zu leisten haben? Gemäss den Ausführungen von Thomas Holderegger, Security CTO & Head Access Management, Group Technology der Grossbank UBS, einer der Hauptpartner des neuen Ausbildungsgangs, werden künftige Sicherheits-Experten eine facettenreiche und spannende Aufgabe zu bewältigen haben. «Technisches Wissen ist natürlich wichtig, aber nicht das wichtigste, was künftige ICT-Security-Experten aufweisen müssen», sagt er. Vielmehr müssten sie auch über «Erfahrung, Handelskompetenzen und Seniorität» verfügen.
Gemäss Thomas Holderegger von der UBS werden künftige ICT-Security-Experten viele Hüte aufhaben © Jens Stark / NMGZ
Denn das Berufsfeld werde nicht nur die reine Sicherung der IT-Systeme umfassen. Ein künftiger ICT-Security-Experte müsse genau so Sicherheitsstrategien für sein Unternehmen entwickeln können, wobei hierbei die Umsetzung und Etablierung derselben zu den grössten Aufgaben gehöre. «Hierfür muss ein Dialog zwischen verschiedenen Stufen geführt werden können, und zwar bis hoch zum Verwaltungsrat», meint Holderegger.
Doch damit nicht genug. Der Ausbildungsgang sieht auch vor, dass die diplomierten Experten für ihre Firmen künftig Aufgaben im Risk- und Krisenmanagement übernehmen. «Wir können nicht davon ausgehen, dass trotz umfassender Sicherheitsvorkehrungen, nichts passiert», meint Holderegger. Deshalb sei es wichtig, dass künftige ICT-Security-Experten auch als Krisenmanager auf den Plan treten können. Konkret müssten Ereignisse und Zwischenfälle bewältigt werden, und zwar unter Einbezug aller Funktionen der betroffenen Organisationen sowie externer Stellen.



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