23.09.2008, 00:00 Uhr

Vermarktergrössen erwarten Branchenkonsolidierung

Rund 500 Vermarkter tummeln sich in Deutschland. Mehr als 50 werden nicht überleben, glauben die Big Player auf dem Markt. Die Online-Vermarkterlandschaft erwartet eine Konsolidierungswelle. Das zumindest war an verschiedenen Ständen auf der OMD zu hören. Weil Online-Mediaplaner nicht Hunderte von grossen und kleinen Vermarktern bei ihrer Kampagnenplanung berücksichtigen können, muss das Angebot schrumpfen, so die düstere Prognose. Die Folge: Ein Grossteil der rund 500 aktuell bestehenden Vermarkter wird die nähere Zukunft nicht überleben.
Das düstere Bild allerdings malen die Big Player nicht ganz ohne Hintergedanken, denn fast jedes grosse Portal, das sich bislang fast ausschliesslich selbst vermarktete, will nun in die Fremdvermarktung einsteigen. Weil die guten Webangebote aber bereits weitgehend anderweitig unter Vermarktervertrag sind, soll der Wechselwillen jetzt durch eine geschickte Kommunikationsstrategie befördert werden. Auf der anderen Seite ist allerdings auch nicht zu leugnen, dass sich die Online-Mediaplanung vereinfachen muss, wenn das Segment weiter auf Wachstum setzen will. Und genau hier setzen grosse Player wie AOL, Yahoo oder Microsoft an. Mit One-Stop-Shops wie AOLs Platform A oder Yahoos Angebot AMP wollen die Vermarkter ihren Kunden alle Services aus einer Hand bieten - vom Suchmaschinenmarketing über Performance und Displaywerbung bis hin zur Planung von mobilen Kampagnen. Das Kapital, das zur Entwicklung derartiger Plattformen benötigt wird, wird für Klein- und Kleinstvermarkter einfach nicht aufzubringen sein. Ihnen bleibt zum Überleben wohl nur eins: die Nische. (ph/iwb)


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