20.03.2014, 00:00 Uhr

Otto steckt weitere Millionen in den Webshop

Otto möchte im laufenden Geschäftsjahr einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in sein Online-Geschäft investieren. Das Unternehmen will neue Wege "beherzt ausprobieren".
Die Otto-Einzelgesellschaft hat im Geschäftsjahr 2013/14, das Ende Februar endete, ihren Umsatz erhöht - und zwar um rund sieben Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. E-Commerce spielt dabei eine wichtige Rolle: 80 Prozent seines Umsatzes erzielt das Unternehmen online.

Doch die Hamburger haben auch kräftig investiert: Ein Euro-Betrag in zweistelliger Millionenhöhe ist in den vergangenen zwölf Monaten in die Entwicklung einer hauseigenen Shop-Software für otto.de geflossen, die im November 2013 gelauncht wurde.

Ziel war ein Umsatzwachstum im gesunden einstelligen Prozentbereich bei gleichbleibender Profitabilität. "Unsere Strategie ist voll aufgegangen. Das Umsatzwachstum liegt mit rund sieben Prozent deutlich über unseren Plänen. Dabei liegt der Gewinn voll in unserem selbst gesteckten Zielkorridor von drei bis fünf Prozent", so Alexander Birken, Sprecher Otto und Konzernvorstand Multichannel Distanzhandel. "In der Online-Branche wird gern kolportiert, man könne nicht wirtschaftlich wachsen. Wir beweisen: Es geht doch."

Auch im gerade angelaufenen Geschäftsjahr wird Otto einen zweistelligen Millionenbetrag in zukunftsfähige Lösungen investieren. Dabei liegt  der Schwerpunkt ganz klar auf der Oberflächenentwicklung des Webshops, denn bis zu 30 Prozent des Traffics auf otto.de laufen heute über Tablets und Smartphones.
Und die nächste Generation von Geräten steht in den Startlöchern: Wearables, Datenbrillen, Smartwatches - durch die stetig steigende Zahl an Bildschirmgrössen, -auflösungen und Browser entstehen neue und hochkomplexe Herausforderungen für Online-Händler. Marc Opelt, Otto-Bereichsvorstand Vertrieb: "Hierauf entwickeln wir derzeit smarte Antworten. Als eine der Top-E-Commerce-Companies ist es unser Anspruch, den Onlinehandel aktiv zu gestalten. Das erfordert Mut, denn es wird auch Fehlinvests geben. Wir sind bereit, beherzt auszuprobieren."

Das lässt sich das Unternehmen etwas kosten: Für Technologie- und Sortimentsentwicklung sowie Marken- und Arbeitgeberimage nimmt Otto in diesem Jahr rund 60 Millionen Euro in die Hand. (ph/iw)


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