INTERNET WORLD EXPO 13.03.2019, 19:05 Uhr

Wie Douglas zum Marktplatz werden will

Douglas will offline wie online zur "Beauty Destination Nummer 1" werden. Vanessa Stützle verriet auf der INTERNET WORLD EXPO, wie die Parfümeriekette den Online-Handel von morgen mitgestalten will.
Vanessa Stützle, Managing Director E-Commerce & Omnichannel bei der Douglas Group
(Quelle: Douglas)
Handels- und Digital-Erfahrung bringt Vanessa Stützle ausreichend mit. Vor Douglas war sie Head of E-Commerce & CRM sowie CDO bei der s.Oliver Group, davor wiederum arbeitete die Managerin als Head of E-Commerce Marketing & Sales bei Esprit Europe. Auf der TrendArena der INTERNET WORLD EXPO erklärte Stützle nun, wie Douglas zur "Beauty Destination Nummer 1" werden soll - online wie offline.
Mit diesem Ziel gestartet ist die Parfümerie-Kette vor rund zwölf Monaten. Die Herausforderungen waren die vielen Wettbewerber (Amazon, Flaconi, Sephora, Zalando und Co), die einen starken Druck auf die Preise in einem ohnehin sehr preisaggressiven Markt ausüben. Auch intern gab es Probleme zu meistern. E-Commerce machte bis dato bei Douglas nur einen sehr geringen Anteil aus. Dazu kamen Technik-Probleme.

Der E-Commerce als Kernbestandteil

Die neue Douglas-Chefin Tina Müller machte den Online-Handel vor gut einem Jahr dann zu einem Kernbestandteil. Es wurde ein umfassendes Tech-Projekt aufgesetzt, mit dem Ziel, die Schnelligkeit und Stabilisation des Online Shops in den Griff zu bekommen. 
Seit Projektbeginn konnte bereits der Page Speed um 50 Prozent verbessert werden. Über 75 Prozent des Traffics stammen inzwischen von Mobile. Daneben wurde der Shop responsiv gemacht, er bekam ein komplettes Facelift spendiert sowie ein neues Logo.
Auch für die App wurde viel gemacht: Das Ziel ist es, vollständig von einem Web View auf eine native App zu wechseln. Aktuell sind laut Stützle 70 Prozent nativ. Zudem ist die Anwendung wesentlich personalisierter. Mobil konnte das Umsatzwachstum so um 42 Prozent im Vorjahresvergleich verbessert werden.

Omnichannel-Strategie

Wesentlicher Bestandteil der Omnichannel-Strategie sind inzwischen Bewertungen. Daneben gilt es, Traffic in die Filialen zu bekommen, Stichwort Click & Reserve. Filialmitarbeiter werden zudem zunehmend durch digitale Services unterstützt und Kunden können online stationäre Services wie Make-up-Beratungen buchen.
Das Q1 (Oktober bis Dezember) ist das wichtigste Quartal für Douglas. In 2018/2019 konnte das Unternehmen sein Online-Wachstum um 37 Prozent steigern. In diesem Jahr will man online die 500 Millionen Euro-Umsatzgrenze überschreiten.

Die Zukunft

Das Ziel ist eine umfassende Plattform-Strategie. Man will vom führenden Online Beauty Shop zur führenden Beauty-Plattform werden, kurz: zum Marktplatz. Dazu gehört auch der Start von Media- und Data Sales. Man will modularer und schneller werden und die Basis für neue Business-Modelle wie Booking Services legen.
Zudem ist das erste Partnerprogramm für Beauty in Planung. "Hier sehen wir aus Unternehmens- und Kundensicht extrem viel Potenzial", so Stützle. Gespräche mit ersten Partnern sollen laufen.


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