E-Mobilität 02.03.2020, 13:03 Uhr

Deutsche Post stellt Produktion der Streetscooter ein

Die Deutsche Post stellt die Produktion ihrer Streetscooter ein. Das hat der Konzern zusammen mit einer sehr zurückhaltenden Prognose aufgrund des Coronavirus für das Geschäftsjahr 2020 bekannt gegeben.
(Quelle: Deutsche Post DHL )
Die Deutsche Post hat sich dazu entschlossen, keine weiteren Streetscooter mehr zu produzieren. Der Konzern will sich künftig nur noch auf den Betrieb der aktuellen Streetscooter-Bestandsflotte konzentrieren. Ausschlaggebend für das Ende des Ausbaus ist, dass es der Post bis heute nicht gelungen ist einen passenden Partner für das Projekt zu gewinnen.
"Dank Streetscooter haben wir eine der grössten elektrisch betriebenen Lieferflotten der Welt und bedeutende Impulse in Sachen Elektromobilität gesetzt. Wir haben immer gesagt, dass wir kein Autohersteller sein wollen. Eine weitere Skalierung ohne den richtigen Partner entspricht nicht unserer langfristigen strategischen Zielsetzung. Die Umstellung unserer Flotte auf E-Mobilität werden wir unabhängig von der heutigen Entscheidung weiter entschieden vorantreiben", sagte Post-CEO Frank Appel. Trotz allem stehe die Deutsche Post auch weiterhin zu ihrem Ziel, eine Null-Emissionen-Logistik bis 2050 zu erreichen.

Unsicherheiten wegen des Coronavirus

Aufgrund der neuen Strategie rechnet die Post für 2020 mit einmaligen Aufwendungen von 300 bis 400 Millionen Euro. Zudem hat die Deutsche Post vor dem Hintergrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten wegen des Coronavirus ihr Ergebnisziel für 2020 in Höhe von mehr als 5,0 Milliarden Euro unter Vorbehalt gestellt. CEO Frank Appel sagt: "Es ist aktuell schwer abzuschätzen, wie stark die Auswirkungen des Coronavirus sein werden."
Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis können demnach aktuell nicht konkret geschätzt werden. Sollte sich die weltwirtschaftliche Situation wieder normalisieren, könnten sich für Logistikunternehmen auch positive Effekte ergeben. Bei einem längeren Anhalten oder einer Verschärfung der aktuellen Situation über die kommenden Monate dürften die negativen Folgen für den Konzern jedoch überwiegen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Deutsche Post DHL weiter profitabel gewachsen. Der Umsatz des Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent auf 63,3 Milliarden Euro. Zu dieser positiven Entwicklung haben alle fünf Unternehmensbereiche beigetragen.
 


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