Eigenmarken-Anbieter 31.05.2020, 08:48 Uhr

Amazon-Marktplatz: Corona-Knick für Private Label-Händler

Die Corona-Krise hat die Geschäfte der zahlreichen Eigenmarken-Anbieter unter den Amazon-Sellern erschwert, zeigen Zahlen von Marketplace Pulse. Die Zahl der neuen Marken-Launches auf Amazon brach deutlich ein, gleichzeitig stieg die Anzahl der negativen Bewertungen an.
(Quelle: shutterstock.com/Commma)
Wer die Volatilität des Private Label-Geschäfts auf Amazon unter die Lupe nehmen will, sucht auf dem Marktplatz am besten nach "Kopfhörer". In dieser besonders stark nachgefragten Kategorie finden sich besonders viele in der Regel austauschbare No-Name-Marken, die von Händlern schnell auf den Markt geworfen, abverkauft und wieder vergessen werden. 
Durchschnittlich werden in dieser Kategorie jeden Monat 200 neue Bestseller-Produkte gelauncht. In den letzten 30 Tagen dagegen waren es nur 20, haben die US-Marktforscher von Marketplace Pulse festgestellt.
Der Einbruch begann bereits im Februar mit dem Ausfall der chinesischen Produktionsstätten. Ihren Tiefpunkt erreichte die Entwicklung im April und Mai mit der Schliessung der FBA-Lager für nicht-essenzielle Produkte. 
Im gleichen Zeitraum kassierten die FBA-Händler zudem so viele negative Bewertungen wie nie zuvor. 13 Prozent der Händlerbewertungen in den USA waren negativ, im Vorjahreszeitraum waren es nur fünf Prozent. Der Frust der Kunden konzentrierte sich dabei vornehmlich auf Probleme mit der Lieferung. Auch in Deutschland wuchs der Anteil der negativen Bewertungen gegenüber dem Vorjahr, allerdings nicht so deutlich. 



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