US-Start-up 20.08.2019, 09:16 Uhr

Wie Kinetica unvorhersehbare Daten analysiert

Kinetica ist ursprünglich aus einem Auftrag des US-Militärs und der NSA heraus entstanden. Heute kombiniert das Start-up GPUs und CPUs für seine schnelle In-Memory-Datenbank. Das Unternehmen befasst sich mit «Extreme Data», unvorhersehbaren Daten jenseits von Big Data.
(Quelle: Ryzhi / shutterstock.com)
Digitalisierung, Industrie 4.0, Big Data und Analytics sind nur einige der Themen, die seit Jahren von vielen Herstellern promotet werden. Auch wenn etliches übertrieben wirkt angesichts der klassischen Mechanismen des Produzierens und Verkaufens von Gütern und Dienstleistungen, die ihre Gültigkeit behalten, gibt es tatsächlich zahlreiche neue Ansätze. Sie zeigen, wie man mehr aus seinen Tag für Tag, Stunde für Stunde wachsenden Datenbergen herausholen kann.
Nima Negahban (links) und Amit Vij starteten Kinetica aus einem Auftrag von US-Armee und NSA heraus
Quelle: Kinetica
Ein Beispiel für einen solchen innovativen technologischen Ansatz ist das Start-up Kinetica, das erst 2016 in den USA gegründet wurde und doch mit seiner Lösung schon bei zahlreichen renommierten Kunden auch in anderen Regionen der Welt im Einsatz ist, darunter Konzerne wie Glaxo­SmithKline, PG&E und der U.S. Postal Service, bei dem täglich mehr als 200'000 Paketsendungen und die Touren der Fahrzeuge aufgezeichnet und analysiert werden.
Bei Kinetica spricht man von «Extreme Data», die über traditionelle Daten und Big Data hinausgehen, und versteht darunter «unvorhersagbare» Daten, die erzeugt werden von Menschen oder Maschinen, in strukturierter oder unstrukturierter Form, und die statisch oder für Daten-Streaming verwendet werden und langfristig aufbewahrt werden müssen.
Die Anfänge von Kinetica liegen im Jahr 2009. Die US-Armee und die NSA waren auf der Suche nach einer Software, die geeignet war, verdächtige Personen und besonders Terroristen in Echtzeit aufzuspüren und in ihrem Verhalten digital zu verfolgen. Dazu erteilten sie den Entwicklern Amit Vij und Nima Negahban einen Consulting-Auftrag. Weil die beiden auf dem Markt nichts Passendes fanden, beschlossen sie, eine neue Datenbank zu bauen. Daraus ging schliesslich 2016 die kommerzielle Variante der Kinetica-Datenbank hervor.


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