Huawei 29.01.2020, 08:29 Uhr

Huawei entgeht neuen US-Sanktionen

Von Tauwetterphase keine Spur. Die USA wollten die Sanktionen noch verschärfen. Dieses Problem scheint aber vorerst abgewendet.
(Quelle: Huawei)
War jüngst immer wieder von einer Lockerung im Handelsstreit zwischen den USA und China zu lesen, so stellt sich das jetzt offenbar als Trugschluss heraus. Wie das Portal Bloomberg berichtet, wollte die US-Regierung die Sanktionen gegen Huawei gar noch intensivieren. Konkret geht es dabei um die Senkung eines Grenzwerts, der entscheidet, ob ein Produkt noch nach China verkauft werden darf oder nicht.

Bisher galt, dass elektronische Produkte nur nach China verkauft werden dürfen, wenn weniger als 25 Prozent des Produkts von US-Unternehmen stammt. Dies umfasst nicht nur die Herstellung, sondern auch die Patentrechte der im Produktionsverfahren angewandten Prozesse. Dieser 25-Prozent-Wert sollte auf 10 Prozent gesenkt werden. Nun meldet The Verge, dass das US-Handelsministerium diese Pläne allerdings gestoppt hat. Offenbar sei man zum Schluss gekommen, dass der Schaden für Huawei deutlich geringer wäre als jener, den die US-Unternehmen mit dem Verkaufsverlust erleiden würden.

Auch wenn eine Verschärfung des Status quo aktuell vom Tisch ist, darf man aufgrund der Ereignisse nicht davon ausgehen, dass der US-Bann in nächster Zeit ein Ende finden wird. Huawei hat dementsprechend auch mit der Planung einer Google-Maps-Alternative begonnen – und eine Android-Alternative steckt mit Harmony OS schon länger im Köcher.


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