CeBIT-Guide (Teil 1) 04.03.2017, 08:00 Uhr

CeBIT 2017: d!conomy

CeBIT 2017: Auf der weltgrössten IT-Messe dreht sich in Hannover vom 20. bis 24. März unter dem Motto d!conomy wieder alles um die Digitalisierung.
(Quelle: Deutsche Messe)
Auch in diesem Jahr geht es auf der weltgrössten IT-Messe CeBIT um das grosse Thema Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. So lautet das Motto der Messe abermals „d!conomy“ – diesmal um ein „no limits“ erweitert.
„,d!conomy – no limits‘ steht für die Möglichkeiten und Chancen, die sich für Unternehmen mit der Digitalisierung und neuen Technologien bieten“, so Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG. Das diesjährige Topthema stehe für den Aspekt, dass sich die Grenzen zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen Realität und Virtualität verändern.
“„Die Digitalisierung ist kein Zustand und auch kein Prozess, der irgendwann zu Ende ist. Die Digitalisierung beginnt in den Köpfen und setzt die Bereitschaft zu ständiger Veränderung und Innovation voraus.“„
Dr. Bernhard Rohleder
Hauptgeschäftsführer des IT-Branchenverbands Bitkom
Laut Frese setzt die CeBIT 2017 daher noch stärker auf den konkreten Anwendungsbezug der Digitalisierung. „So werden wir beispielsweise in den Hallen ganz konkrete Beispiele für die Digitalisierung der Branchen Automotive, Banken und Versicherungen, Handel, Gesundheit sowie Verwaltung präsentieren – und damit eindrucksvoll zeigen, wie die Digitalisierung auf alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft einwirkt.“
Die CeBIT soll Raum schaffen für die Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
„Die Digitalisierung ist kein Zustand und auch kein Prozess, der irgendwann zu Ende ist. Die Digitalisierung beginnt in den Köpfen und setzt die Bereitschaft zu ständiger Veränderung und Innovation voraus“, so Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des IT-Branchenverbands Bitkom. Die CeBIT ist seiner Meinung nach der ideale Ort für den Austausch zwischen Global Playern, Mittelständlern und Start-ups.

SCALE11

SCALE11: Die grösste Start-up-Plattform Europas ist auch in diesem Jahr wieder Anlaufstelle für junge Firmengründer aus der ganzen Welt.
Quelle: Deutsche Messe
Vor allem Start-ups, die den Zugang zu Entscheidern aus der Wirtschaft suchen, kommen auf der CeBIT auf ihre Kosten. Auch in diesem Jahr veranstaltet die Messe mit SCALE11 die nach eigenen Angaben grösste Start-up-Plattform Europas. SCALE11 ist ein Treffpunkt für Start-ups, Kapitalgeber und etablierte Unternehmen. Auch der klassische Investoren-Pitch, in dem Gründer um finanzielle Beteiligungen an ihren Konzepten werben, darf natürlich nicht fehlen. „Das Konzept trifft exakt die Anforderungen des gesamten Ökosystems rund um Start-ups und Innovation“, so Messe-Vorstand Oliver Frese. Die Veranstalter erwarten in Halle 11 mehr als 40 Start-ups.
Auch in diesem Jahr sind der Volkswagen-Konzern sowie die Deutsche Bahn in der SCALE11 vertreten. Volkswagen präsentiert in der Start-up-Area seine Zukunftsstrategien in den Bereichen IT und Digitalisierung und zeigt neue Mobilitätskonzepte. Die Deutsche Bahn stellt ihre Aktivitäten rund um junge Unternehmen, neue Geschäftsmodelle und Innovationen vor.
Ebenfalls dabei sind SAP, die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie hannoverimpuls, die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft der Landeshauptstadt und Region Hannover.
Neu in der SCALE11 ist die Konrad-Adenauer-Stiftung, die sich interessierten Start-ups mit unterschiedlichen Initiativen und Gründungsnetzwerken präsentiert.
Vor allem Fintech-Unternehmen gewinnen in der Start-up-Szene immer mehr an Bedeutung. Dabei handelt es sich um Firmengründungen im Finanzsektor. Zwei Finanzdienstleister, die sich in der SCALE11 den Fintechs stellen und sie bei der Entwicklung neuer Finanzlösungen unterstützen, sind die Commerzbank und Mastercard.

Unterwegs auf der CeBIT mit dem SmartShuttle

SmartShuttle: Messe-Gäste können dieses Jahr die Zukunft der Mobilität selbst ausprobieren.
Quelle: Deutsche Messe
Ein besonderes Highlight für diesjährige Messe-Gäste: die Fahrt in einem autonomen Bus. Damit können CeBIT-Besucher in Hannover testen, was in der Schweiz bereits Realität ist. Seit Sommer letzten Jahres sind in einem Testbetrieb in der Altstadt von Sitten im Kanton Wallis zwei autonom fahrende SmartShuttles der Schweizerischen Post unterwegs.
Die kleinen Busse bieten Platz für je elf Passagiere und erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 20 km/h. Sie sind mit Kameras und Sensoren ausgestattet, die Hindernisse erkennen. In Sitten verkehren die selbstfahrenden Busse auf einer Strecke von 1,5 Kilometern und bedienen mehrere Haltestellen. Auf der CeBIT transportieren die Busse Messe-Gäste vom Eingang West 1 bis zur Halle 12.
“„d!conomy – no limits‘ steht für die Möglichkeiten und Chancen, die sich für Unternehmen mit der Digitalisierung und neue Technologien bieten.“„
Oliver Frese
Vorstand der Deutschen Messe AG

Auf Schrumpfkurs

Trotz aller Euphorie rund um die digitale Transformation – die Messe CeBIT befindet sich auf Schrumpfkurs. So bleiben in diesem Jahr die im Vorjahr belegten Messehallen 13, 19, 20 und 23 leer.
Ein Grund für die abnehmende Bedeutung der CeBIT dürfte die Digitalisierung selbst sein – weil sie sich mittlerweile durch sämtliche Branchen zieht. Viele Aussteller und Fachbesucher zieht es deshalb gleich auf die Indus­triemesse Hannover Messe, die Mitte April ebenfalls in Hannover stattfindet. Und Endkunden erreichen Unternehmen auf der Internationalen Funkausstellung IFA Anfang September in Berlin.
Der amerikanische Software-Gigant Microsoft hat seinen CeBIT-Auftritt für dieses Jahr übrigens komplett gestrichen. Der Konzern ist diesmal lediglich über Partnerunternehmen in verschiedenen Hallen auf der Messe vertreten.




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