Portabler Projektor 15.12.2020, 10:10 Uhr

Viewsonic M1 Mini Plus im Test

Ein Projektor ohne Superlative, dafür mit Spassfaktor.
Der M1 Mini Plus ist gerade einmal so gross wie ein Croque Monsieur
(Quelle: Viewsonic)
Der M1 Mini Plus von Viewsonic ist unter den Projektoren ein wenig ein Sonderfall. Schaut man sich nur das Specsheet des M1 Mini Plus an, kann man den Projektor leicht als Billigware abstempeln. Das wäre aber falsch. Denn der M1 Mini Plus ist gerade einmal so gross wie ein Croque-Monsieur und kostet nur rund 200 Franken.
Das kalibriert die Erwartungen an das Gerät neu. So ist die Auflösung von 854 × 480 zwar keine Offenbarung aber für die Grösse und den Preis durchaus in Ordnung. Und auch bei der sonstigen Bildqualität kann man nicht viel bemängeln. Farben und Kontraste kommen gut auf die Wand. Natürlich nicht auf dem Level eines Lampen-Beamers aber für ein LED-Modell in dieser Grösse durchaus beeindruckend. Etwas knapp ist die Helligkeit des M1 Mini Plus. Wie die meisten LED-Beamer ist auch der M1 Mini hauptsächlich in dunklen Räumen zu Hause. Der Projektor funktioniert schon bei Tageslicht, liefert aber kein wirklich schönes Bild mehr ab. Etwas Schade ist auch, dass die Helligkeit des Projektors nicht angepasst werden kann.
Medien bekommt man entweder per HDMI-Kabel oder USB-Speicher auf den Beamer. Für das ultimative portable Erlebnis ist dabei ein USB-Stick die klar beste Wahl. Es funktionieren aber auch externe Festplatten, SSDs oder andere Speichermethoden, die irgendwie in einen USB-A-Steckplatz geschoben werden können und mit Android kompatibel sind. Der USB-C-Steckplatz gleich daneben ist leider nicht für Daten, sondern nur zum Aufladen des Projektors.
Aufladen ist dann auch ein etwas heikles Thema. Die Batteriefunktion des M1 Mini Plus ist einerseits ein absolutes Killer-Kriterium. Die Flexibilität eines komplett kabellosen Beamers im Handtaschenformat ist verlockend. Allerdings müsste für Wahre Freiheit die Batterie noch länger durchhalten. Aktuell ist nach spätestens zwei Stunden Ende der Vorstellung. Je nach Helligkeitsgrad der Medien sogar früher. Kombiniert mit dem kurz geratenen Ladekabel (dazu noch mit EU-Stecker), macht das den M1 Mini Plus gleich ein gutes Stück weniger flexibel, zumindest für längere Sessionen. Die Plus-Version des M1 Mini unterstützt zudem WLAN. Damit lässt sich der Projektor in das lokale Netzwerk einbinden und so kabellos mit Daten versorgen. Das ist dann auch der einzige Unterschied zwischen dem M1 Mini Plus und dem M1 Mini. Preislich liegen die beiden etwa 20 Franken auseinander.
Die gesamte Bedienung des M1 Mini geschieht über eine kleine Fernbedienung. Als Betriebssystem kommt eine angepasste Form von Android zum Zuge. Diese ist nicht gerade elegant und stellenweise fragwürdig übersetzt, tut ihren Zweck aber grösstenteils. In den meisten Fällen hat man damit sowieso nur wenig zu tun, sondern wählt nur kurz seine Video- oder Datenquelle aus.
Kaum erstaunlich ist die mässige Audioqualität des M1 Mini. Bei einem Gerät dieser Grösse kann man schlicht nicht mehr erwarten. Es ist daher empfehlenswert, wenn immer möglich externe Audiogeräte zu verwenden. Für den Notfall reicht es aber aus.

Fazit

Der Viewsonic M1 Mini Plus ist ein praktischer kleiner Projektor für unterwegs. Verwendet man den M1 stationär, kann man ihn mit zusätzlichen Lautsprechern und einer Kabelverbindung noch weiter verbessern und auch als veritablen Heim-Projektor zum günstigen Preis gebrauchen.

Testergebnis

Formfaktor, Preis-Leistung
Akkulaufzeit, Onboard-Audio

Details:  WVGA (854 × 480), LED-Lampe, 120 Lumen, 1.2:1 Projektionsverhältnis, Trapezkorrektur, Bluetooth, WLAN, USB-A, Akku- oder Netzbetrieb, 20W, 110 × 104 × 27 mm, 300 g

Preis:  Fr. 200.-

Infos: 


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