Sofortbild 20.11.2019, 15:05 Uhr

Fujifilm instax mini Link: Kompakter Drucker fürs Smartphone im Test

Mit dem instax mini Link hat Fujifilm einen portablen Drucker im Hosentaschenformat vorgestellt, der bis zu zehn Bilder am Stück ausdruckt. Wir haben das Gerät getestet.
(Quelle: Fujifilm)
Auch wenn die Foto-Welt längst digital ist, verkaufen sich Produkte wie Sofortbildkameras immer noch ordentlich. Fujifilm hat nun einen Mini-Drucker auf den Markt gebracht, mit dem jedes Smartphone zur Sofortbildkamera wird. 
Die Bedienung könnte einfacher kaum sein, zumal sich auf dem Gerät nur zwei Knöpfe befinden: Einer zum Einschalten der Bluetooth-Verbindung und einer, um das Fach für die Papierkassette zu öffnen. Diese enthält zehn Stück Fotopapier von der Grösse einer Spielkarte, leider muss man die Kassette komplett wegwerfen, nachdem die Bilder ausgedruckt sind. Das hätte man besser und vor allem nachhaltiger lösen können, gerade wenn man die junge Zielgruppe im Visier hat. Nicht nur diejenigen, die bei Fridays for Future mit demonstrieren, dürften sich über so viel Plastikmüll ärgern. 
Auf der anderen Seite soll der instax mini Link auch keinen herkömmlichen Drucker ersetzen - die Menge der ausgedruckten Fotos (und der damit verbundene Abfall) dürfte sich deshalb bei den meisten Nutzern in Grenzen halten.
Quelle: Fujifilm
Die Verbindung zum Smartphone gelingt einfach via Bluetooth und die App, die zudem sehr übersichtlich gestaltet ist. Es werden verschiedene Druckmodi angeboten, im „einfachen Druck“ kommt das Bild exakt so aufs Papier wie im Bildausschnitt zu sehen, alternativ lassen sich verschiedene Filter einstellen oder Rahmen auswählen. Über eine Collagen-Funktion kann der Nutzer sogar bis zu acht Bilder auf einem Ausdruck anordnen, allerdings sind dann die einzelnen Bilder sehr klein, was man bei der Motivauswahl berücksichtigen sollte. 
Die Fotoauswahl geschieht über ein Browsermenü, leider gibt es keinen Zugriff auf Google Fotos oder andere Dienste, vielleicht rüstet der Hersteller das ja noch nach. Wer möchte, kann auch direkt aus der App heraus ein Foto machen. 
Nach dem Klick auf das Drucken-Symbol erfolgt der Ausdruck innerhalb weniger Sekunden, bis das Papier dann das fertige Bild mit allen Farben anzeigt, vergeht – wie auch bei den bekannten Sofortbildkameras – eine Minute oder mehr. Die Farbqualität ist ordentlich, für spontane Aufnahmen reicht sie absolut aus und vermittelt sofort den gewünschten nostalgischen Look. 
Der Drucker kostet rund 100 Euro und ist in vielen Farben erhältlich. Filme sind nicht ganz günstig, ein Pack mit zweimal zehn Bildern kostet 15 Euro – eine Aufnahme ist somit für 75 Cent zu haben. Für den Einsatzzweck - wie Familienfeiern oder Partys - ist dieser Preis aber verschmerzbar und durch die sofortige Verfügbarkeit der Bilder gerechtfertigt. 


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