MongoDB 20.06.2019, 13:02 Uhr

Version 4.2 von MongoDB ist da

Die neue Version bietet unter anderem verteilte Transaktionen, Verschlüsselung auf Feldebene sowie ein Update des Kubernetes-Operators.
(Quelle: MongoDB.com )
MongoDB hat die neue Version 4.2 seiner Datenbank MongoDB angekündigt. Zu den neuen Funktionen gehören verteilte Transaktionen, Verschlüsselung auf Feldebene (Field Level Encryption, FLE) und ein aktualisierter Kubernetes-Operator.
Dank verteilter Transaktionen, die dokumentenübergreifende ACID-Garantien von Replica Sets auf Sharding-Cluster erweitern und damit die Durchsetzung von transaktionalen Garantien in hochgradig skalierten, globalen Anwendungen ermöglichen sollen, wird das Datenmanagement mit MongoDB in allen Anwendungsbereichen einfacher. Mit der Verschlüsselung auf Feldebene werden Daten aus verschlüsselten Feldern, die im Arbeitsspeicher des Servers, in Systemprotokollen, auf Laufwerken und in Backups gespeichert sind, in verschlüsselter Form angezeigt und sind dadurch ohne Client-Zugriffsrechte und die erforderlichen Schlüssel unlesbar. Der Kubernetes Master ermöglicht Nutzern die zentrale und vollständige Verwaltung ihrer MongoDB-Umgebungen und sorgt somit in internen Infrastrukturen sowie in privaten, hybriden und öffentlichen Clouds für eine einheitliche Nutzererfahrung.
„Als wir MongoDB gründeten, wollten wir Entwicklern die Arbeit mit Daten erleichtern, ganz gleich, wo diese im Stack gespeichert sind“, erklärt Eliot Horowitz, CTO und Mitbegründer von MongoDB. „Heute stellen wir ihnen weitere erstklassige neue Funktionen bereit, damit sie noch produktiver arbeiten können, weniger Aufwand in die Datenverarbeitung investieren müssen und mehr Zeit für die Entwicklung fantastischer neuer Anwendungen haben. Am wichtigsten ist uns jedoch, ihnen Tools anzubieten, die ihnen vertraut vorkommen, sodass sie sich nicht lange einarbeiten müssen, sondern gleich von der gesteigerten Datenbankleistung profitieren können.“
Verteilte Transaktionen
In MongoDB 4.0 wurden dokumentenübergreifende ACID-Transaktionen eingeführt, die eine konsistente Sicht auf Daten in allen Replica Sets ermöglichen. Zur Sicherstellung der Datenintegrität werden diese Transaktionen entweder vollständig oder gar nicht ausgeführt. Dank der Leistungsfähigkeit des Dokumentenmodells und der verteilten Systemarchitektur können Entwickler problemlos bestehende Legacy-Anwendungen überarbeiten und neue Transaktionsdienste entwickeln. Die in MongoDB 4.0 eingeführte Syntax für Transaktionen gilt auch für verteilte Transaktionen. Diese umfassen mehrere Anweisungen und setzen die Snapshot-Isolierung durch, das heisst sie werden allen Entwicklern vertraut vorkommen, die über grundlegende Erfahrungen mit Transaktionen verfügen. API und Implementierung sind einheitlich, wobei es unerheblich ist, ob Transaktionen in allen Dokumenten, Collections und Datenbanken in einem Replica Set oder in einem Sharding-Cluster ausgeführt werden. Dabei bleibt eine umfassende Atomarität gewahrt: Wenn eine Transaktion in einem Shard nicht ausgeführt werden kann, wird der Vorgang in allen beteiligten Shards abgebrochen.
Sicherheit
Der in der neuesten Version der MongoDB-Plattform eingeführte FLE-Ansatz ist grundlegend anders und flexibler als die Verschlüsselung auf Spaltenebene, die in älteren relationalen Datenbanken verfügbar ist. Der Prozess ist für den Server transparent und wird ausschliesslich über die MongoDB-Treiber und von der Datenbank getrennt auf dem Client-System abgewickelt. Die meisten Datenbanken sind serverseitig verschlüsselt, das heisst die Daten sind für Administratoren mit Zugriff auf die jeweilige Instanz der Datenbank auch dann zugänglich, wenn sie keine Client-Zugriffsrechte haben. Dank der Verschlüsselung auf Feldebene ändert sich das nun.
Umfassende Kontrolle mit nur einem Kubernetes Master
MongoDB-Umgebungen können jetzt von einem Kubernetes Master aus verwaltet werden. In Infrastrukturen, die entweder vor Ort oder in der Cloud selbst verwaltet werden, können Kubernetes-Nutzer für die Automatisierung und Verwaltung von MongoDB-Clustern die Tools MongoDB Enterprise Operator for Kubernetes und MongoDB Ops Manager einsetzen. Entwickler können den Operator mit Upstream-Kubernetes oder mit gängigen Distributionen wie Red Hat OpenShift oder Pivotal Container Service (PKS) nutzen.


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