13.04.2006, 00:00 Uhr

Telefonica verliert Schweizer UMTS-Konzession

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) entzieht der 3G Mobile AG (Telefonica) die UMTS-Konzession. Diese Massnahme drängte sich auf, da 3G Mobile die Konzession nicht nutzt und die Versorgungsauflagen nicht erfüllt, wie das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Donnerstag informierte. Telefonica habe bis heute keine Infrastruktur aufgebaut und damit die Versorgungspflichten verletzt, wie das Bakom im Rahmen eines Aufsichtsverfahrens festgestellt hat. 3G Mobile sei auf dem Schweizer Markt nicht aktiv und hat auch keine konkreten Pläne für einen Netzaufbau. Die ComCom hat deshalb auf Antrag des Bakom entschieden, die nicht genutzte Konzession entschädigungslos zu entziehen. Gleichzeitig mit dem Entzugsentscheid hat die ComCom Gesuche von 3G Mobile betreffend die Aufhebung der verletzten Konzessionsbestimmung und die Übertragung der Konzession auf eine oder mehrere bestehende UMTS-Konzessionärinnen abgelehnt. Der Entscheid der ComCom kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht weiter gezogen werden. Die ComCom werde später darüber befinden, was mit den mit dem Entzug frei werdenden Frequenzen geschieht. (ph) http://www.telefonica.com http://www.bakom.ch



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