Mobile Speed 08.08.2018, 10:56 Uhr

Mobile Google-Suche: Diese Punkte müssen Seitenbetreiber beachten

Seit Juli dieses Jahres ist die Ladegeschwindigkeit mobiler Webseiten ein entscheidender Ranking-Faktor für mobile Suchen. Google nennt Tipps, wie die wesentlichen Optimierungshebel für schnelle, mobile Webseiten aussehen.
(Quelle: Fotolia.com/Tanusha)
Im Januar 2018 hatte Google verkündet, dass die Ladegeschwindigkeit mobiler Webseiten künftig ein wichtiger Faktor im Ranking werden wird. Seit Juli dieses Jahres ist es auch in der Praxis soweit: Das Google Speed Update, wie es genannt wird, ist live und wurde auf alle Webseiten global ausgerollt. Das heisst für Seitenbetreiber: Eine mobil-optimierte Webseite ist wichtiger denn je. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass 53 Prozent aller Webseiten-Aufrufe abgebrochen werden, wenn das Laden einer Seite länger als drei Sekunden dauert.
Google selbst erklärt nun - natürlich nicht ganz uneigennützig - in einem Blogbeitrag, wie die wesentlichen Optimierungshebel für schnelle, mobile Webseiten aussehen, um die gewünschten drei Sekunden Ladezeit zu unterbieten.

1. Status Quo und Business Impact

Google bietet selbst Tools zur Analyse der Ladegeschwindigkeit mobiler Webseiten an. Mit dem Geschwindigkeitsvergleich kann beispielsweise die Ladegeschwindigkeit von Webseiten aus zwölf verschiedenen Ländern gemessen werden. Das Tool greift auf aggregierte Nutzerdaten von Google Chrome zurück und bietet damit nach eigenen Angaben die grösste Datenbank zur Latenz beliebter Seiten. Daneben gibt es auch ein kostenloses Tool zur Wirkungsprognose. Es zeigt, wie sich die Ladezeit der mobilen Webseite auf den Umsatz auswirkt.

2.  Ziel setzen

Nutzer erwarten, dass der sichtbare Teil einer Seite innerhalb von drei Sekunden geladen wird. Google empfiehlt daher diese drei Sekunden als Mindestmass für die Optimierung zu wählen.

3. Optimierungshebel

Es gibt eine Vielzahl an Tools - sowohl von Google als auch von anderen Unternehmen -, um die wichtigsten Optimierungshebel zu identifizieren. Unter g.co/dev/speedtoolsoverview hat Google seine Tools zusammengefasst. Ein kostenloses Tool, das Google inhouse und mit seinen wichtigsten Partnern einsetzt, ist Google Lighthouse. Es kann direkt über die Developer Console geöffnet oder unter webpagetest.org/lighthouse angefordert werden.

4.  Fortschritt messen

Die Optimierung der mobilen Webseite sollte als langfristiges Projekt im Unternehmen betrachtet werden. Eine regelmässige Überprüfung des Status Quo ist erforderlich.

5. Accelerated Mobile Pages (AMP)

Das AMP-Projekt ist eine Open-Source-Initiative mit dem Ziel, das Web schneller zu machen und die Performance mobiler Seite zu beschleunigen. Die durchschnittliche Ladezeit einer AMP-Seite aus der Google-Suche beträgt weniger als eine halbe Sekunde. Nach eigenen Angaben würde die Nutzung von AMP zu einem Anstieg der Webseitenbesuche um zehn Prozent führen und die Verweildauer pro Seite verdoppeln.

6.  HTTPS

Nutzer erwarten nicht nur schnelle Seiten, sondern auch eine sichere Umgebung für ihren Webseitenbesuch. Seit Juli weist der Chrome Browser unverschlüsselte HTTP-Webseiten als "unsicher" aus. Die Zielseitenerfahrung ist auch in Google Ads (früher: Google AdWords) wichtig und seit Juni rollt Google ein Feature aus, das automatisch unnötige Redirects von HTTP zu HTTPS verhindert und Nutzer direkt zur HTTPS-Version leitet.

7. Über die Ladegeschwindigkeit hinaus

Die Geschwindigkeit einer Seite ist wichtig, aber nicht alles. Unternehmen müssen mehr tun, um Nutzern eine gute mobile User Experience zu bieten. Unternehmen könnten beispielsweise auf die Google Pay API - der Dienst ist jüngst in Deutschland gestartet - setzen, was den Bezahlvorgang online als auch offline für Kunden vereinfachen soll.



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