Mögliche Übernahme 11.12.2017, 10:03 Uhr

Apple will Shazam kaufen

Apple will offenbar die Musik-Erkennungs-App Shazam übernehmen. Angeblich soll der iPhone-Hersteller für das Unternehmen 400 Millionen US-Dollar bezahlen wollen.
(Quelle: shutterstock.com/Vytautas Kielaitis )
Apple soll kurz vor der Übernahme der Musik-Erkennungs-App Shazam stehen. Das berichtet Techcrunch unter Berufung auf interne Quellen. Demnach will der iPhone-Hersteller für Shazam rund 400 Millionen US-Dollar auf den Tisch legen. Damit läge der Kaufpreis deutlich unter der Bewertung des Unternehmens - denn zuletzt wurde Shazam mit rund einer Milliarde US-Dollar bewertet. Offiziell soll der Deal heute bekannt gegeben werden.
Die Anwendung Shazam verzeichnet weltweit mehr als eine Milliarde Downloads und wird unter anderem zur Identifizierung von unbekannten Songs genutzt. Hierzu wird das Smartphone in die Richtung gehalten aus der der Musiktitel ertönt. Die Software liefert dann kurze Zeit später den Namen des Musiktitels sowie des Künstlers.

Zusammenarbeit von Apple und Shazam

Shazam und Apple arbeiten bereits seit einiger Zeit zusammen. Erkennt Shazam einen Musiktitel, verweist die App auf Apple Music. Wie konkret Apple allerdings die Anwendung und ihre zahlreichen Services integrieren wird, ist derzeit noch unklar. Besonders spannend wäre die Implementierung des Augmented-Reality-Features von Shazam.
In den vergangenen Jahren hat der iPhone-Hersteller zahlreiche Übernahmen getätigt - auch aus dem Musik-Bereich. 2014 schnappte sich Apple den Musik-Streaming-Dienst Beats für satte drei Milliarden US-Dollar. Dieser stellt die Basis von Apple Music dar. Aktuell verzeichnet der Dienst weltweit 30 Millionen Nutzer.
Spotify - derzeit der grösste Mitbewerber - kann hingegen rund 60 Millionen User vorweisen. Damit liegt Apple aktuell noch deutlich hinter dem Konkurrenten aus Schweden zurück. Spotify hat heute zudem eine Überkreuz-Beteiligung mit dem Internet-Riese Tencent bekanntgegeben, wodurch nun der chinesische Markt erschlossen werden kann. Und auch YouTube will ran an das Streaming-Geld: Die Plattform will einen eigenen Streaming-Service für Musik starten.




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