15.09.2008, 00:00 Uhr

Social Commerce bleibt Randerscheinung

Neue E-Commerce-Konzepte bereichern den Markt, sind für klassische Online-Shops aber keine Bedrohung, fanden Marktforscher Innofact und Deutsche-Startups.de heraus. Suchmaschinen, Online-Marktplätze wie Ebay oder klassische Online-Shops werden von mehr als 80 Prozent der Internet-Nutzer besucht und sind damit die Platzhirsche unter den Anbietern von Produkt- und Preisinformationen. Aber auch Preisvergleicher und Bewertungsportale werden von zwei Dritteln bzw. jedem Zweiten in der Internet-Gesamtnutzerschaft vor dem Online-Einkauf aufgesucht. Das zeigt die erste gemeinsame Studie des Gründerportals Deutsche-Startups.de zusammen mit dem Marktforscher Innofact, die im August dieses Jahres eine internet-repräsentative Online-Umfrage sowie eine On-Site-Befragung unter den Besuchern von deutsche-startups.de durchgeführt. Im Rahmen der Panelstudie wurden 1.000 Internetnutzer zu den Schwerpunktthemen Web 2.0, Tendenzen im Online-Shopping, Mobiles Internet sowie Gaming befragt.
Dabei zeigt sich auch: Innovative E-Commerce-Konzepte wie Shopping-Clubs, Shopping-Communities, Mass Customization Stores oder Live Shopping-Portale (jeden Tag nur ein Produkt) werden akteull deutlich weniger frequentiert als die E-Commerce-Platzhirsche.  Fester Bestandteil im Online-Einkaufsprozess indes ist das Lesen von Nutzerproduktbewertungen vor der Entscheidungsfindung: Drei Viertel der Befragten geben an, zumindest gelegentlich die Meinungen anderer Nutzer zu lesen, bevor Sie ein bestimmtes Produkt online einkaufen. Nur acht Prozent nutzen solche Hilfestellungen überhaupt nicht. Selbst verfasst hat bislang lediglich ein Drittel der Internet-Nutzer eine eigene Produktmeinung, 29 Prozent verfassen Kommentare, 16 Prozent schreiben Erfahrungsberichte. Eine Produktempfehlung haben bislang nur neun Prozent aller Befragten gepostet.
Mass Customization ein Trend?
Käufer von individualisierten Produkten im Internet sind zur Hälfte Gestalter von T-Shirts, jeder Fünfte hat Accessoires mit Bildern bedrucken lassen. Andere selbst gestaltete Produkte wie Visitenkarten, Poster/ Plakate aber auch selbst konfigurierte Computer werden bislang nur von höchstens zehn Prozent der Nutzer online bestellt. Ein echter Trend könnte die Mitgestaltung von Kleidung und Einrichtungsgegenständen werden. 44 Prozent bzw. 23 Prozent der Nutzer geben an, sich hier beteiligen zu wollen. Dabei akzeptieren die meisten Nutzer einen Aufpreis für selbst gestaltete Produkte. Während nur ein Viertel der Befragten bereit ist, für solche Produkte 25 Prozent oder mehr als Aufpreis zu bezahlen, akzeptiert die Mehrheit Mehrkosten bis unter 25 Prozent des Normalpreises. Nur 16 Prozent wollen dafür nichts ausgeben. (ph/iwb)


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