Globaler Roll-Out 04.05.2021, 13:22 Uhr

Twitter launcht neue Audio-Funktion "Spaces"

Clubhouse bekommt Konkurrenz: Mit Twitter Spaces setzt nun auch der Kurznachrichtendienst auf den Audio-Trend. Mit der neuen Funktion können Nutzer ab sofort Online-Talkrunden hosten und anhören.
(Quelle: Twitter )
Nach dem Testlauf hat Twitter nun seine neue Audio-Funktion offiziell gelauncht: Spaces wird in den kommenden Wochen für alle Nutzer auf iOS und Android verfügbar sein. "Spaces erweckt die Timelines zum Leben, indem es Nutzer*innen mit anderen Menschen verbindet, um Live-Audio-Unterhaltungen über das zu führen, was sie interessiert", heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Und das Ganze funktioniert so: Wird auf Twitter für iOS und Android ein Space gestartet oder spricht der User in einem Space, wird dies bei dessen Followern oben in der Timeline als lila Bubble angezeigt, solange der Nutzer live ist. Treten Nutzer einem Space selbst als Zuhörer bei, können sie auf die Inhalte mit Emojis reagieren, alle gepinnten Tweets und die Untertitel ansehen, den Space twittern oder als Direktnachricht versenden sowie eine Wortmeldung anfordern. 
Wenn Nutzer einem Space als Sprecher beitreten, können sie nicht nur sprechen, sondern auch Tweets an den Space anheften, Untertitel einschalten, damit jeder mitverfolgen kann, was sie sagen, und den Space tweeten, damit ihre Follower teilnehmen können.

Kontrollmöglichkeiten für Hosts und Sprecher

Um die Sicherheit bei der Moderation von Spaces sowie bei der Teilnahme an Spaces zu gewährleisten, hat Twitter Kontrollmöglichkeiten eingebaut, die Hosts und Sprechern zur Verfügung stehen. So ist es jedem Teilnehmer möglich, andere im Space zu melden und zu blockieren. Zudem können Gastgeber Sprecher stumm schalten, ihnen das Mikrofon wegnehmen oder sie komplett aus dem Space entfernen. Weiterhin haben Hosts die Möglichkeit, alle Sprecher gleichzeitig stumm zu schalten.
Im Gegensatz zu Clubhouse will Twitter auch schon bald ein Bezahlmodell einführen: Es soll die Option geben, den Zugang zu den Spaces kostenpflichtig zu machen. Dabei sollen Gastgeber den Ticketpreis selber bestimmen dürfen. Zudem will Twitter ein Co-Hosting durch mehrere Nutzer ermöglichen. "Wir arbeiten an einer Möglichkeit für Gastgeber, für die Erlebnisse, die sie schaffen, belohnt zu werden, indem sie monetäre Unterstützung erhalten, während sie den Hörern exklusiven Zugang zu den Gesprächen bieten", heisst es in einem Blog-Post von Twitter. "Gastgeber können Ticketpreise festlegen und bestimmen, wie viele Tickets verkauft werden können. Eine begrenzte Gruppe wird in den kommenden Monaten in der Lage sein, Ticketed Spaces zu hosten. Die Gastgeber erhalten den Grossteil der Einnahmen aus dem Ticketverkauf und Twitter behält auch einen kleinen Teil davon."



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