12.05.2011, 00:00 Uhr
Schweiz: Software im Rekordwert von 398 Millionen Franken raubkopiert
26 Prozent aller Software ist illegal. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Business Software Alliance (BSA). Dennoch befürworten 65 Prozent der PC-User in der Schweiz eine gerechte Entlohnung von Kreativen durch das Recht an geistigem Eigentum. 2010 wurden in der Schweiz Programme im Wert von rund 398 Millionen Franken raubkopiert ? so viel wie nie zuvor. Dies sind Ergebnisse der aktuellen BSA Studie in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsfirmen IDC und IPSOS.
Die Entwicklung der Softwarepiraterie gibt Grund zur Sorge. Obwohl der weltweite Anteil unlizenzierter an der Gesamtmenge der installierten Software um einen Prozentpunkt auf 42 Prozent sank, trieb das Wachstum des Softwaremarktes vor allem in Schwellenländern den Wert der illegalen Programme um 14 Prozent auf ein neues Rekordhoch (59 Mrd. US-Dollar). Mehr als die Hälfte dieses Schadens entsteht inzwischen in Schwellenländern. In der EU stagniert der Anteil unlizenzierter Software bei 35 Prozent, der Wert stieg von umgerechnet 8,3 auf umgerechnet 10,1 Milliarden Euro. Der grösste Schaden für die Softwareindustrie innerhalb der EU entsteht in Frankreich: hier liegt die Piraterierate bei 39 Prozent, was einem Wert von 1,9 Milliarden Euro entspricht. Weltweit liegen die USA (20 Prozent, 9,5 Milliarden US-Dollar), China (78 Prozent, 7,8 Milliarden US-Dollar) und Russland (65 Prozent, 2,8 Milliarden US-Dollar) an der Spitze, was das Volumen der Raubkopien angeht.
Einstellung zum Recht am geistigen Eigentum in der Schweiz: schützenswert, förderlich für Wirtschaft und Innovation
Anwender sind mehrheitlich auf der Seite von Software-Entwicklern und für den Schutz der Rechte am geistigen Eigentum: der aktuellen Studie der IPSOS zufolge stimmen 65 Prozent der Befragten zu, dass Entwickler für ihre Arbeit bezahlt werden sollten. Eine starke Mehrheit ist zudem von den Vorteilen geistiger Eigentumsrechte und ihrer wirtschaftlichen Folgen überzeugt: 54 Prozent geben an, dass sie die heimische Wirtschaft fördern, 51 Prozent sind der Meinung, dass sie Arbeitsplätze schaffen.
Support, Sicherheit, Zuverlässigkeit: PC-User finden Originalsoftware überlegen
Anwender sind sich im Klaren darüber, welche Vorteile Originalsoftware hat: 94 Prozent der Befragten halten sie gegenüber Raubkopien überlegen, was den technischen Support angeht. 78 Prozent fühlen sich von Originalsoftware besser geschützt vor Viren und Hackerangriffen. 76 Prozent sagen, Originalsoftware ist zuverlässiger.
Bezugsquellen für Software: Unklarheit bei privaten Mehrfachinstallationen
Die PC-User in der Schweiz haben ein gemischtes Verständnis davon, welche Bezugsquellen von Software legal, welche illegal sind. Die zweifelhafte Rechtmässigkeit von Programmen, die über Peer-to-Peer-Netzwerke herunter geladen werden, verstehen zum Beispiel nicht alle der Befragten: 14 Prozent halten sie für legal. Wenig klar sind sich die Anwender auch bezüglich der Rechtmässigkeit privater Mehrfachinstallationen eines gekauften Programmes. 69 Prozent halten dies generell für legal. Tatsächlich hängt dies aber von der Zustimmung des Herstellers und den Lizenzbedingungen ab. (Patrick Hediger) www.bsa.org/globalstudy
Die Entwicklung der Softwarepiraterie gibt Grund zur Sorge. Obwohl der weltweite Anteil unlizenzierter an der Gesamtmenge der installierten Software um einen Prozentpunkt auf 42 Prozent sank, trieb das Wachstum des Softwaremarktes vor allem in Schwellenländern den Wert der illegalen Programme um 14 Prozent auf ein neues Rekordhoch (59 Mrd. US-Dollar). Mehr als die Hälfte dieses Schadens entsteht inzwischen in Schwellenländern. In der EU stagniert der Anteil unlizenzierter Software bei 35 Prozent, der Wert stieg von umgerechnet 8,3 auf umgerechnet 10,1 Milliarden Euro. Der grösste Schaden für die Softwareindustrie innerhalb der EU entsteht in Frankreich: hier liegt die Piraterierate bei 39 Prozent, was einem Wert von 1,9 Milliarden Euro entspricht. Weltweit liegen die USA (20 Prozent, 9,5 Milliarden US-Dollar), China (78 Prozent, 7,8 Milliarden US-Dollar) und Russland (65 Prozent, 2,8 Milliarden US-Dollar) an der Spitze, was das Volumen der Raubkopien angeht.
Einstellung zum Recht am geistigen Eigentum in der Schweiz: schützenswert, förderlich für Wirtschaft und Innovation
Anwender sind mehrheitlich auf der Seite von Software-Entwicklern und für den Schutz der Rechte am geistigen Eigentum: der aktuellen Studie der IPSOS zufolge stimmen 65 Prozent der Befragten zu, dass Entwickler für ihre Arbeit bezahlt werden sollten. Eine starke Mehrheit ist zudem von den Vorteilen geistiger Eigentumsrechte und ihrer wirtschaftlichen Folgen überzeugt: 54 Prozent geben an, dass sie die heimische Wirtschaft fördern, 51 Prozent sind der Meinung, dass sie Arbeitsplätze schaffen.
Support, Sicherheit, Zuverlässigkeit: PC-User finden Originalsoftware überlegen
Anwender sind sich im Klaren darüber, welche Vorteile Originalsoftware hat: 94 Prozent der Befragten halten sie gegenüber Raubkopien überlegen, was den technischen Support angeht. 78 Prozent fühlen sich von Originalsoftware besser geschützt vor Viren und Hackerangriffen. 76 Prozent sagen, Originalsoftware ist zuverlässiger.
Bezugsquellen für Software: Unklarheit bei privaten Mehrfachinstallationen
Die PC-User in der Schweiz haben ein gemischtes Verständnis davon, welche Bezugsquellen von Software legal, welche illegal sind. Die zweifelhafte Rechtmässigkeit von Programmen, die über Peer-to-Peer-Netzwerke herunter geladen werden, verstehen zum Beispiel nicht alle der Befragten: 14 Prozent halten sie für legal. Wenig klar sind sich die Anwender auch bezüglich der Rechtmässigkeit privater Mehrfachinstallationen eines gekauften Programmes. 69 Prozent halten dies generell für legal. Tatsächlich hängt dies aber von der Zustimmung des Herstellers und den Lizenzbedingungen ab. (Patrick Hediger) www.bsa.org/globalstudy