14.11.2010, 00:00 Uhr

Schweiz: "E-Government ? zum Wohl und zum Nutzen von Bürger und Wirtschaft"

 Bundesrat Johann Schneider-Ammann eröffnete letzten Dienstag in Bern vor rund 280 Teilnehmern das vierte Nationale eGovernment-Symposiumr. eGovernment-Verantwortliche aus Gemeinden und Kantonen, der Forschung und Industrie sowie interessierte Parlamentarier und Exekutivmitglieder aller Stufen trafen sich zum jährlichen Gedankenaustausch. Themenschwerpunkte waren die Digitale Identität und Soziale Netzwerke. Neben Keynotes am Vormittag und der Übergabe des eGovernment-Sonderpreis Schweiz 2010 standen den Teilnehmern am Nachmittag je vier Fachsessionen mit anschliessender Diskussion zur Verfügung. Abgerundet wurde der Tag mit einem Keynote von Xavier Comtesse von Avenir Suisse mit provokativen Gedanken zu den Sozialen Netzwerken und einer anschliessenden Podiumsdiskussion zum Thema Zukunft Sozialer Netzwerke im E-Government.

 Weckruf für die E-Government Protagonisten

Bundesrat Johann Schneider-Ammann sitzt neu als Volkswirtschaftsminister gemeinsam mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf  im Steuerungsausschuss E-Government Schweiz. In dieser Funktion hat er traditionell das Eröffnungsreferat zum diesjährigen eGovernment-Symposium gehalten. Mit der Aussage ?Bürgerinnen und Bürger haben den Anspruch und das Recht, auf eine effizient arbeitende, eng vernetzte, qualitativ hochstehende Verwaltung ? egal auf welcher Stufe der res publica? setzte er den Massstab für die kommenden Jahre in der E-Government-Strategie Schweiz hoch. E-Government sei zum Wohl und Nutzen von Bürgern und Wirtschaft. Eine klare Aussage für die vielseitigen Diskussionen zur Digitalen Identität und Soziale Netzwerke.

 Digitaler Stammtisch für spontan entstehende Interessensgruppen

Neben dem waadtländer Regierungsrat Marthaler, welcher die politischen Forderungen an die Digitale Identität abgerundet hat, haben sich aus der Wissenschaft die Fachkräfte Prof. Dr. Teufel (Universität Freiburg) und Prof. Dr. Herbert Kubicek (Universität Bremen) zu den Grenzen und Möglichkeiten von Sozialen Netzwerken und den Instrumenten der Digitalen Identität geäussert. Swisscom-Strategiechef Daniel Ritz hat eine praktische und wirtschaftliche Sicht zu den Social Media gegeben ? wertvolle Instrumente  für Meinungsforschung und Erkennung neuer Trends. Digitale soziale Medien als Plattformen für spontan sich bildende Interessensgruppen dürfen durch keine Organisation ignoriert werden. Die abschliessende Podiumsdiskussion hat den Tag inhaltlich Revue passieren lassen. Nationalrätin Schmid-Federer, Stefan Meierhans, Hans-Urs Wili und Andreas von Gunten von der Blogwerk AG haben vielseitige Meinungen eingebracht. Der Kontakt zwischen den Menschen verlagert sich in online Foren und auf Netzwerkplattformen. Die Teilnehmer sind sich einig: diesem Trend darf sich die Verwaltung und Politik nicht verschliessen. Meinungsbildung findet vermehrt am digitalen Stammtisch statt.   Der Verein eGovernment-Symposium freut sich, interessierte Teilnehmer am 15. November 2011 zum 5. nationalen eGovernment-Symposium begrüssen zu dürfen.  (Patrick Hediger) www.egovernment-symposium.ch



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