11.10.2010, 00:00 Uhr
Schweiz auf 2. Platz bei WLAN Hotspot-Dichte, Deutschland nur 15.
In der Schweiz gibt es 74 WLAN-Hotspots je 100000 Einwohner. Nur Schweden mit 85 Hotspots liegt noch vor der Schweiz. Die USA kommen mit 23 WLAN-Hotspots pro 100000 Bewohner auf Platz 10, Deutschland kommt mit 18 Hotspots nur auf Rang 15, wie der deutsche Hightech-Verband BITKOM ermittelt hat. Die Entwicklung ist weiterhin positiv. International gesehen liegt Deutschland aber deutlich hinter anderen Ländern zurück, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer dazu. Ein Grund für die zögerliche Entwicklung ist die unsichere Rechtssituation. So müssen Betreiber von WLAN-Hotspots ihre Nutzer registrieren. Das führt vor allem bei kleineren Anbietern, wie dem Café an der Ecke, zu Verunsicherung. Schliesslich müssen sie damit rechnen, für illegale Downloads durch ihre Gäste haftbar gemacht zu werden.
Der BITKOM weist darauf hin, dass bei der Einwahl in öffentliche WLANs (Wireless Local Area Networks) bestimmte Sicherheitsvorkehrungen sinnvoll sind:
Grundsätzlich sollte man die Firewall des Betriebssystems nutzen.
Moderne Betriebssysteme ermöglichen eine Unterscheidung zwischen öffentlichen und privaten Netzen und passen die Sicherheitseinstellungen an. Diese Einstellung sollte an öffentlichen Hotspots immer vorgenommen werden.
Wenn die Funkstrecke nicht mit WPA-Technologie (Wi-Fi Protected Access), dem Nachfolger WPA2, einer eigenen VPN-Verbindung (Virtual Private Network) oder über https (erkennbar am Schloss-/Schlüsselsymbol im Browser) auf bestimmten Webseiten verschlüsselt ist, sollte man immer berücksichtigen, dass andere WLAN-Nutzer in Funkreichweite den Datentransfer einsehen und manipulieren können. Besonders sensible Informationen sollte man in solchen Situationen deshalb nur im Ausnahmefall versenden.
Auch bei einer Verschlüsselung auf der Funkstrecke sieht der Betreiber des Hotspots den Datenstrom unverschlüsselt, sofern nicht weitere Mechanismen zum Einsatz kommen. Sensible Daten sollten nur über vertrauenswürdige Hotspots versandt werden.
Sensible Daten sollten zudem ausschliesslich über zusätzlich gesicherte Verbindungen übertragen werden, also beispielsweise via VPN oder über per https gesicherte Webseiten.
Die Verbindung eines Endgeräts mit einem öffentlichen Hotspot sollte grundsätzlich nicht länger als notwendig sein.
Last not least: Auch bei der Eingabe von WLAN-Passwörtern sollte man sich nicht über die Schulter schauen lassen. (Patrick Hediger) http://www.bitkom.de