21.10.2010, 00:00 Uhr
Nokia streicht trotz guten Zahlen 1800 Stellen
Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat im dritten Quartal den Konzernumsatz im Jahresvergleich um fünf Prozent steigern können: Dieser legte von 9,8 auf 10,3 Milliarden Euro zu. Der Gewinn betrug 322 Millionen Euro nach einem Verlust in Höhe von 913 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahresquartal - damals musste der Konzern allerdings einmalig hohe Abschreibungen verbuchen. Beide Werte lagen deutlich über den Erwartungen der Analysten, was die Nokia-Aktie mit kräftigen Aufschlägen quittierte. Wie Nokia weiter mitteilte, werde der Marktanteil in diesem Jahr etwas unter Vorjahresniveau liegen. Im abgelaufenen Quartal konnten die Finnen insgesamt 110,4 Millionen Handys verkaufen (plus zwei Prozent), darunter 26,5 Millionen Smartphones (plus 61 Prozent).
1.800 Stellen sollen gestrichen werden
Trotz der guten Performance kündigte der neue Firmenchef Stephen Elop harte Einschnitte bei der Belegschaft an: So sollen im Rahmen umfassender Restrukturierungsmassnahmen bis zu 1.800 Stellen wegfallen - das entspricht drei Prozent der Belegschaft im Kerngeschäft. Elop dazu: "Das Unternehmen steht bemerkenswert unruhigen Zeiten gegenüber." Erst Mitte September hatte Elop das Ruder bei Nokia überommen. Er soll den anhaltenden Rückgang des Marktanteils stoppen und den kriselnden Smartphone-Bereich nachhaltig stärken. Zuletzt war Nokia hier gegenüber Konkurrenten wie Apple oder RIM ins Hintertreffen geraten. (ph/th)