03.04.2012, 00:00 Uhr
Make.opendata.ch-Hackdays - Verkehrsdienstleister und Community am selben Tisch
Die Forderung nach offenen, für die Allgemeinheit kostenlos zugänglichen Mobilitäts-, Umwelt-, Gesundheits-, Infrastruktur- und weiteren Behördendaten hat vergangenes Wochenende weitere Unterstützung erhalten. Der Verein Opendata.ch hatte zu den 2. Schweizer Make.opendata.ch-Hackdays in Zürich und Genf geladen und 120 Hacker, Designer, Politiker und Experten fanden zusammen, um mittels gutartigen ?Hacks? an effizienterem, sozialerem ? besserem ? Verkehr zu arbeiten.
Nach den thematisch offenen ersten Make.opendata.ch-Hackdays Ende September 2011 in Zürich und Lausanne arbeiteten die Teilnehmer dieses Mal an Anwendungen und Visualisierungen mit Daten des öffentlichen Verkehrs. Um die Innovation im Mobilitätsbereich weiter zu fördern, hat der Verein Opendata.ch die "Swiss Public Transport"-Datenschnittstelle veröffentlicht.
Der Nutzen von offen zugänglichen Daten wird für eine breitere Öffentlichkeit erst mittels Anwendungen und Visualisierungen ersichtlich. Folgende Projekte haben die Teilnehmer innert knapp 24 Stunden umgesetzt:
?Swiss Public Transport?-Datenschnittstelle: Diese Schnittstelle ermöglicht es interessierten Entwicklern ab sofort, ihre eigenen Anwendungen mit öffentlichen Fahrplan-Daten zu bauen, egal ob im Web, auf dem Desktop oder auf Mobilgeräten. Unter anderem benutzt die Anwendung Rollstuhlkarte.ch nun diese Schnittstelle. Mehr unter: http://transport.opendata.ch
?Transport Flows?-Visualisierung: Auf der Basis der Fahrplan-Simulation Swisstrains.ch zeigt diese interaktive Visualisierung auf eindrückliche Weise die Ströme des öffentlichen Verkehrs in der ganzen Schweiz im Tagesverlauf. Auf einen Blick wird klar, wo der öffentliche Verkehr wie stark pulsiert. Mehr unter: http://flows.transport.opendata.ch
?Tangible Statistics?-Visualisierung: Eine andere Möglichkeit, Daten eindrücklich erfahrbar zu machen, ist ihre dreidimensionale Umsetzung in Objekte. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Mittels eines 3-D-Printers wurden statistische Daten in die Form von Ohrringen, Schachfiguren oder Eierbecher gebracht. Mehr unter: http://ow.ly/a1IwV
?TrainSharing?-App: Immer mehr Menschen pendeln. Was, wenn man einfach und schnell herausfinden könnte, ob jemand, den man kennt, im selben Zug sitzt? Und am besten gleich auch, wo? Genau dafür ist die kurz vor ihrer Fertigstellung stehende
"TrainSharing"-App da. Mehr unter: http://trainshare.ch/
?GottaGo?-Anwendung: Basierend auf der Idee einer Busstop-Lampe wurde ?GottaGo" als ein universelles Tool entwickelt, mit dem man auf verschiedenen Endgeräten die richtige Zeit finden wird, um den nächsten Bus, das nächste Tram oder den nächsten Zug zu erwischen. Mehr unter: http://ow.ly/a1JsF
Das sind nur einige Projekte, die am Anlass in Zürich umgesetzt wurden. Alle Projekt-Dokumentationen und Links auf Demos finden sich auf: 2012-03:http://make.opendata.ch/doku.php?id=event:2012-03. Am zeitgleichen Schwester-Anlass in Genf wurden ebenfalls eine ganze Menge von Anwendungen und Visualisierungen entwickelt. Die Stadt Genf verfügt bereits über ein relativ umfangreiches Geoinformations-Datenportal. Das Engagement der Teilnehmer war hoch und führte in Zürich wie Genf vor Augen, wie öffentliche und private Verkehrsdienstleister, High-Tech, Design und Demokratie produktiv zusammenfinden können.
Zusammenarbeit zwischen Behörden, Privaten und der Community
Diesem Engagement der Community sind auch Vertreter der SBB durchaus aufgeschlossen. Das Statement von Patrick Comboeuf, Director E-Business Schweizerische Bundesbahnen SBB, ist Ausdruck des wachsenden gegenseitigen Vertrauens: ?Die Modalitäten eines offenen Zugangs zu ÖV-Daten (Geo/Fahrplan etc.) werden in den nächsten Monaten vertieft mit den verschiedenen Stakeholdern erörtert. Vor diesem Hintergrund sieht die SBB die Make.opendata.ch-Veranstaltungen auch als Dialogplattform, um entsprechende Transparenz zu schaffen.?
Balthasar Glättli, Nationalrat und Mitglied des Kernteams der Parlamentarischen Gruppe ?Digitale Nachhaltigkeit? besuchte den Anlass in Zürich und unterstützte die Veröffentlichung der "Swiss Public Transport"-Datenschnittstelle gemünzt auf die SBB mit den Worten: ?Wenn man einen Dinosaurier nicht an den Füssen kitzelt, weiss man auch nicht, ob er lächelt.?
Nächste Hackdays und Opendata.ch-Konferenz folgen Schlag auf Schlag
Am 27. April 2012 findet der Berner Make.opendata.ch-Hackday statt. Für den halbtägigen Anlass kann man sich ab sofort unter http://make.opendata.ch/bern anmelden.
Am 28. Juni 2012 findet in Zürich die diesjährige ?Opendata.ch 2012?-Konferenz statt. Gastgeber ist die Stadt Zürich. Informieren und anmelden kann man sich unter: http://opendata.ch/2012/03/opendata-ch-2012-konferenz-am-28-juni-in-zurich
Am 28. und 29. September 2012 finden die nächsten zweitägigen Make.opendata.ch-Hackdays statt. Dann zum Thema ?Gesundheit". Interessierte Behörden und Private, die der Community Daten zur Verfügung stellen möchten, sind aufgerufen, sich unter http://opendata.ch/contact beim Verein Opendata.ch zu melden. (ph)
Nach den thematisch offenen ersten Make.opendata.ch-Hackdays Ende September 2011 in Zürich und Lausanne arbeiteten die Teilnehmer dieses Mal an Anwendungen und Visualisierungen mit Daten des öffentlichen Verkehrs. Um die Innovation im Mobilitätsbereich weiter zu fördern, hat der Verein Opendata.ch die "Swiss Public Transport"-Datenschnittstelle veröffentlicht.
Der Nutzen von offen zugänglichen Daten wird für eine breitere Öffentlichkeit erst mittels Anwendungen und Visualisierungen ersichtlich. Folgende Projekte haben die Teilnehmer innert knapp 24 Stunden umgesetzt:
?Swiss Public Transport?-Datenschnittstelle: Diese Schnittstelle ermöglicht es interessierten Entwicklern ab sofort, ihre eigenen Anwendungen mit öffentlichen Fahrplan-Daten zu bauen, egal ob im Web, auf dem Desktop oder auf Mobilgeräten. Unter anderem benutzt die Anwendung Rollstuhlkarte.ch nun diese Schnittstelle. Mehr unter: http://transport.opendata.ch
?Transport Flows?-Visualisierung: Auf der Basis der Fahrplan-Simulation Swisstrains.ch zeigt diese interaktive Visualisierung auf eindrückliche Weise die Ströme des öffentlichen Verkehrs in der ganzen Schweiz im Tagesverlauf. Auf einen Blick wird klar, wo der öffentliche Verkehr wie stark pulsiert. Mehr unter: http://flows.transport.opendata.ch
?Tangible Statistics?-Visualisierung: Eine andere Möglichkeit, Daten eindrücklich erfahrbar zu machen, ist ihre dreidimensionale Umsetzung in Objekte. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Mittels eines 3-D-Printers wurden statistische Daten in die Form von Ohrringen, Schachfiguren oder Eierbecher gebracht. Mehr unter: http://ow.ly/a1IwV
?TrainSharing?-App: Immer mehr Menschen pendeln. Was, wenn man einfach und schnell herausfinden könnte, ob jemand, den man kennt, im selben Zug sitzt? Und am besten gleich auch, wo? Genau dafür ist die kurz vor ihrer Fertigstellung stehende
"TrainSharing"-App da. Mehr unter: http://trainshare.ch/
?GottaGo?-Anwendung: Basierend auf der Idee einer Busstop-Lampe wurde ?GottaGo" als ein universelles Tool entwickelt, mit dem man auf verschiedenen Endgeräten die richtige Zeit finden wird, um den nächsten Bus, das nächste Tram oder den nächsten Zug zu erwischen. Mehr unter: http://ow.ly/a1JsF
Das sind nur einige Projekte, die am Anlass in Zürich umgesetzt wurden. Alle Projekt-Dokumentationen und Links auf Demos finden sich auf: 2012-03:http://make.opendata.ch/doku.php?id=event:2012-03. Am zeitgleichen Schwester-Anlass in Genf wurden ebenfalls eine ganze Menge von Anwendungen und Visualisierungen entwickelt. Die Stadt Genf verfügt bereits über ein relativ umfangreiches Geoinformations-Datenportal. Das Engagement der Teilnehmer war hoch und führte in Zürich wie Genf vor Augen, wie öffentliche und private Verkehrsdienstleister, High-Tech, Design und Demokratie produktiv zusammenfinden können.
Zusammenarbeit zwischen Behörden, Privaten und der Community
Diesem Engagement der Community sind auch Vertreter der SBB durchaus aufgeschlossen. Das Statement von Patrick Comboeuf, Director E-Business Schweizerische Bundesbahnen SBB, ist Ausdruck des wachsenden gegenseitigen Vertrauens: ?Die Modalitäten eines offenen Zugangs zu ÖV-Daten (Geo/Fahrplan etc.) werden in den nächsten Monaten vertieft mit den verschiedenen Stakeholdern erörtert. Vor diesem Hintergrund sieht die SBB die Make.opendata.ch-Veranstaltungen auch als Dialogplattform, um entsprechende Transparenz zu schaffen.?
Balthasar Glättli, Nationalrat und Mitglied des Kernteams der Parlamentarischen Gruppe ?Digitale Nachhaltigkeit? besuchte den Anlass in Zürich und unterstützte die Veröffentlichung der "Swiss Public Transport"-Datenschnittstelle gemünzt auf die SBB mit den Worten: ?Wenn man einen Dinosaurier nicht an den Füssen kitzelt, weiss man auch nicht, ob er lächelt.?
Nächste Hackdays und Opendata.ch-Konferenz folgen Schlag auf Schlag
Am 27. April 2012 findet der Berner Make.opendata.ch-Hackday statt. Für den halbtägigen Anlass kann man sich ab sofort unter http://make.opendata.ch/bern anmelden.
Am 28. Juni 2012 findet in Zürich die diesjährige ?Opendata.ch 2012?-Konferenz statt. Gastgeber ist die Stadt Zürich. Informieren und anmelden kann man sich unter: http://opendata.ch/2012/03/opendata-ch-2012-konferenz-am-28-juni-in-zurich
Am 28. und 29. September 2012 finden die nächsten zweitägigen Make.opendata.ch-Hackdays statt. Dann zum Thema ?Gesundheit". Interessierte Behörden und Private, die der Community Daten zur Verfügung stellen möchten, sind aufgerufen, sich unter http://opendata.ch/contact beim Verein Opendata.ch zu melden. (ph)