08.03.2013, 00:00 Uhr

HP-Studie: Zahl der Sicherheitslücken auf mobilen Endgeräten nimmt rapide zu

HP hat den HP 2012 Cyber Security Risk Report veröffentlich. Der jährlich erscheinende Bericht soll Unternehmen und Behörden Informationen zur IT-Sicherheit bieten und sie dabei unterstützen, ihre Ressourcen bestmöglich einzusetzen und Risiken zu minimieren.
HPs Cyber Security Risk Report 2012 liefert umfangreiche Informationen über die Bedrohungslage für verschiedene IT-Systeme, beispielsweise für das Internet oder für mobile Endgeräte. So zeigt der Bericht als wesentlichste Ergebnisse auf, dass die Zahl der aufgedeckten Sicherheitslücken steigt. Gab es im Jahr 2011 noch 6'844 Sicherheitslücken, so waren es im Vorjahr bereits 8'137. Das entspricht einer Zunahme von 19 Prozent. Dennoch lag die Zahl der Sicherheitslücken 2012 rund 20 Prozent unter dem Spitzenwert von 2006. Der Bericht zeigt weiter auf, dass ausgereifte Technologien alte und neue Risiken bergen. So nahmen die Schwachstellen in maschinellen Steuerungssystemen (SCADA = Supervisory Control and Data Acquisition) um 768 Prozent zu, von nur 22 im Jahr 2008 auf 191 im Jahr 2012.
 
 
Mobile Endgeräte im Fokus
 
Die Zahl der Schwachstellen auf mobilen Endgeräten stieg dagegen um happige 68 Prozent, von 158 im Jahr 2011 auf 266 im Jahr 2012. Dabei ermöglichten laut HP 48 Prozent der 2012 getesteten mobilen Anwendungen unberechtigte Zugriffe. Die Zahl der kritischen Schwachstellen ging zurück; diesen bleiben aber laut dem Bericht trotzdem eine ernst zu nehmende Bedrohung.
Gut bekannte Internet-Sicherheitslücken blieben auch 2012 weitgehend unverschlossen. 40 Prozent aller 2012 gemeldeten Sicherheitsvorfälle entfielen auf vier Kategorien von Internet-Sicherheitslücken. Ebenfalls sind Schwachstellen, die von sogenanntem Clickjacking ausgenutzt werden, nach wie vor weit verbreitet.
 
HP gründet neue Forschungsgruppe für IT-Sicherheit
 
Vor dem Hintergrund der rasant steigenden Zahl der Sicherheitslücken in SCADA-Systemen hat HP hat die Gründung einer neuen Forschungsgruppe für IT-Sicherheit bekannt gegeben: HP Security Research (HPSR) wird Sicherheitsrisiken untersuchen, Briefings zu konkreten Bedrohungen veröffentlichen sowie die Weiterentwicklung von HPs IT-Security-Portfolio unterstützen.
HPSR ist Teil von HPs Geschäftseinheit Enterprise Security Products (ESP). Als solcher soll die Gruppe HPs Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Bereich der IT-Sicherheit vorantreiben. Dabei greift sie auch auf die Arbeit bestehender Forschungsgruppen zurück ? etwa die der HP DVLabs, die auf die Aufdeckung und Untersuchung von Schwachstellen spezialisiert sind, oder der Gruppe HP Fortify Software Security Research, die sich mit der Weiterentwicklung von Software-Sicherheit beschäftigt. Zudem wird HPRS die Betreuung der Zero Day Initiative (ZDI) übernehmen. Die Initiative verfolgt das Ziel, Fehler in Software zu entdecken, die zu Sicherheitsverletzungen führen oder für Cyber-Angriffe ausgenutzt werden können. Wesentliche Aufgabe des HPSR wird sein, die Weiterentwicklung des HP-ESP-Portfolios durch gezielte Forschung zu unterstützen. (jb)
 
Weitere Informationen: www.hpenterprisesecurity.com/register/hp-2012-cyber-security-risk-report; www.hp.com



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