06.08.2010, 00:00 Uhr
DayDeal stellt Ausrüstung für «Mongol Rally»-Teams
Vier Freunde haben sich Ende Juli auf eine abenteuerliche Reise begeben. Ziel: Ulanbaatar, die Hauptstadt der Mongolei. Mit dabei: ein Satelliten-Notsender und weitere Ausrüstung, gestiftet von DayDeal und seinen Lieferanten. Fast vierhundert Teams aus ganz Europa nehmen an der «Mongol Rally» teil, bei der für einmal nicht zählt, wer der Schnellste ist, sondern wer am meisten Geld und Material für die Mongolen sammelt. Durch öde Steppen, karge Gebirge und steinige Wüsten rollen zwei gelbe Fiat Pandas auf staubigen Strassen gen Osten. Durch Länder wie Serbien, Iran und Kasachstan führt die Reiseroute der Insassen, vier Abenteurer aus Winterthur und Zürich, die am 24. Juli von Mailand aus in zwei Teams aufgebrochen sind, um die mongolische Hauptstadt Ulanbaatar zu erreichen.
Elektronischer Lebensretter dank Sponsoring
DayDeal, die Liveshopping-Community des IT-Händlers Brack Electronics, hat sich dazu entschlossen, Christoph und Florian Widmeier, Kevin Werner und Benjamin Fueter mit allerlei Ausrüstungsgegenständen zu unterstützen. Uhren, Taschenlampen, Werkzeuge, Funkgeräte, Radios und robuste EDV-Ausrüstung führen die vier dank der Hilfe des DayDeal-Teams und dessen grosszügigen Lieferanten Casio, Innergie, Lacie, LED Lenser, Prymos, Sony, Spot, Topcom, Panasonic und Victorinox mit. Mit dabei ist auch ein «spot 2»-Notsender, der in regelmässigen Abständen die aktuellen GPS-Koordinaten an einen Server schickt. Die Klimaschutzorganisation «myclimate» kompensiert die kompletten CO2-Emissionen, die beiden Pandas fahren klimaneutral.
Gefährliche Situationen nicht ausgeschlossen
Wie kommt man auf die verrückte Idee, die 16000 Kilometer bis Ulanbaatar unter die eigenen Reifen zu nehmen? Die «Mongol Rally», das längste Wohltätigkeitsrennen der Welt, findet bereits zum siebten Mal statt. Neben den beiden gesponserten, erstmals mitfahrenden Teams nehmen insgesamt über 400 Teams aus ganz Europa die Odyssee auf sich. In der Wahl der Route und bei Problemen entscheiden die Fahrer selbstständig. « Ihr seid wirklich auf euch allein gestellt», warnen denn auch die Organisatoren auf ihrer Website. Und anderswo heisst es: «euch steht es frei zu schleichen, zu bestechen und zu schummeln, um ans Ziel zu kommen () Wahrscheinlich müsst ihr das sogar». Denn die Reise führt auch durch Länder mit politisch unstabiler Lage. Ob sie keine Angst haben? «Hauptsache, wir geraten nicht in einen Unfall», antwortet Florian Widmeier.
Für eine nachhaltige Entwicklung in der Mongolei
Neben dem Nervenkitzel dient die Rally auch einem guten Zweck. Jedes Team verpflichtet sich, mindestens tausend britische Pfund zu spenden. Bislang haben die zwei Panda-Besatzungen über 900 Pfund gesammelt. Ausrüstung und Autos werden nach der Ankunft in der Mongolei versteigert. Das Geld erhält die internationale Hilfsorganisation «MercyCorps», die sich seit 1999 in der Mongolei für den Zugang zur Bildung und für die nachhaltige Förderung der dortigen Wirtschaft einsetzt. (Patrick Hediger) http://www.daydeal.ch