27.08.2010, 00:00 Uhr

500 umsatzstärkste ICT-Firmen der Schweiz

Die Schweizer ICT-Branche ist kerngesund und geht sogar mit einem kleinen Wachstum durch das Krisenjahr. Dies verkündet IDG und informiert weiter, dass 2009 haben die 500 grössten ICT-Unternehmen der Schweiz gemeinsam einen Umsatz von 49,7 Milliarden Franken erwirtschaftet haben. Das ist so viel wie noch nie und eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent. Dies ergab die jährliche Erhebung der 500 umsatzstärksten ICT-Unternehmen der Schweiz, durchgeführt von der Fachzeitschrift Computerworld.
Besonders interessant ist die Entwicklung der Top 20 in den letzten 5 Jahren. An der Spitze liegt zwar zuverlässig die Swisscom, die allerdings mit einem Umsatzrückgang von 197 Millionen Franken zu den Top-Verlierern nach absoluten Umsatzzahlen gehörte. Auf den Rängen 10 bis 20 ist ein regelrechter Generationenwechsel zu beobachten. So setzte Dell seinen Sinkflug fort und halbierte innert weniger Jahre den hiesigen Umsatz. Spektakulär sind die Erfolge von Google und Apple, die beide in der Top-500-Rangliste der Computerworld einen Riesenschritt nach vorn taten: Apple belegt aktuell Platz 11, Google Platz 21. Microsoft und HP lieferten über die Jahre konstante Wachstumsraten ab und behaupten sich auf den vorderen Plätzen der Rangliste.

Im Vergleich zur Krise von 2001, die als Dotcom-Blase in die Geschichte einging und der ICT-Branche die Hauptlast der Einsparungen aufbürdete, ist dies ein bemerkenswertes Resultat. Hauke Stars, Chefin von HP Schweiz, erklärt dies so: «Bund, Kantone und Gemeinden haben auf dem Höhepunkt der Krise vorbildlich investiert.» Ein anderer wichtiger Grund: Die IT ist auch Mittel zur Kostensenkung. 71,3 Prozent gaben an, die Krise habe sich positiv auf die Prozessoptimierung im Betrieb ausgewirkt - und dafür ist die IT wie geschaffen. Die Computerworld erhob in ihrer Umfrage aber nicht nur Umsatz und Personalbestand, sondern befragte die Verantwortlichen der 500 grössten ICT-Unternehmen der Schweiz auch zu ihren Investitionsplänen. Besonders erfreulich: 71,8 Prozent der Firmen gaben an, mehr Personal anstellen zu wollen. Dem gegenüber steht jedoch noch immer ein akuter Fachkräftemangel. Swisscom-Chef Carsten Schloter im Computerworld-Sonderheft: «Der Markt in der Schweiz ist beschränkt und bei manchen IT-Fachkräften stark ausgetrocknet.» Immerhin rechnen 77,7 % der Befragten mit einem Aufschwung in den nächsten 12 Monaten. Nur gerade 3,5 % befürchten eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung. (Patrick Hediger) http://www.idg.ch



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