24.11.2011, 00:00 Uhr
Wikimedia: Urheberrecht für das 21. Jahrhundert schaffen
In ihrem gemeinsamen Positionspapier ?Was zu tun wäre: ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert? fordern Wikimedia Deutschland e.V., Digitale Gesellschaft e.V. und Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. die Urheber und die Politik zu einem Dialog mit den Nutzern digitaler Werke auf. Anlass der Veröffentlichung des Positionspapiers ist eine Rede der für die Digitale Agenda zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes, die festgestellt hatte, dass ?Copyright? von einem begrüssenswerten Recht zu einem Hasswort für die Nutzer geworden sei.
?Wir sind der Meinung, dass Kommissarin Kroes leider Recht hat?, stellt Jan Engelmann, Bereichsleiter Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland fest. ?Das liegt daran, dass das Urheberrecht in seiner heutigen Form nur noch scheitern kann und dringendst reformbedürftig ist.? Überlange Schutzfristen führten dazu, dass zu viele Werke unnötig der Allgemeinheit vorenthalten würden, manche analoge Prinzipien wie der Erschöpfungsgrundsatz seien im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäss.
Das Urheberrecht sei unverständlich und komplex geworden, überfordere Nutzer und Politiker gleichermassen. ?Was niemand versteht, ist zum Scheitern verurteilt. In seiner derzeitigen Form führt das Urheberrecht zu Exklusion und künstlicher Verknappung, statt die Produktion von kulturellen Werken zu fördern und Teilhabe an der Wissensgesellschaft zu ermöglichen?, sagt Daniel Dietrich von der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.
Die Verfasser des Positionspapiers fordern die Politik auf, das Urheberrecht von Grund auf neu zu denken und rufen zum Dialog zwischen Urhebern und Nutzern auf. ?Wenn wir das Urheberrecht nicht in absehbarer Zeit neu gestalten und der Zeit anpassen, wird es sich nicht mehr mit verhältnismässigen Mitteln durchsetzen lassen und an der zunehmenden Inakzeptanz scheitern. Das wäre schlecht für Urheber und Nutzer gleichermassen?, erklärt Lavinia Steiner, Vorstand des Digitale Gesellschaft e.V. (ph) https://digitalegesellschaft.de/2011/11/ein-urheberrecht-fuer-das-21-jahrhundert/
?Wir sind der Meinung, dass Kommissarin Kroes leider Recht hat?, stellt Jan Engelmann, Bereichsleiter Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland fest. ?Das liegt daran, dass das Urheberrecht in seiner heutigen Form nur noch scheitern kann und dringendst reformbedürftig ist.? Überlange Schutzfristen führten dazu, dass zu viele Werke unnötig der Allgemeinheit vorenthalten würden, manche analoge Prinzipien wie der Erschöpfungsgrundsatz seien im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäss.
Das Urheberrecht sei unverständlich und komplex geworden, überfordere Nutzer und Politiker gleichermassen. ?Was niemand versteht, ist zum Scheitern verurteilt. In seiner derzeitigen Form führt das Urheberrecht zu Exklusion und künstlicher Verknappung, statt die Produktion von kulturellen Werken zu fördern und Teilhabe an der Wissensgesellschaft zu ermöglichen?, sagt Daniel Dietrich von der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.
Die Verfasser des Positionspapiers fordern die Politik auf, das Urheberrecht von Grund auf neu zu denken und rufen zum Dialog zwischen Urhebern und Nutzern auf. ?Wenn wir das Urheberrecht nicht in absehbarer Zeit neu gestalten und der Zeit anpassen, wird es sich nicht mehr mit verhältnismässigen Mitteln durchsetzen lassen und an der zunehmenden Inakzeptanz scheitern. Das wäre schlecht für Urheber und Nutzer gleichermassen?, erklärt Lavinia Steiner, Vorstand des Digitale Gesellschaft e.V. (ph) https://digitalegesellschaft.de/2011/11/ein-urheberrecht-fuer-das-21-jahrhundert/