28.06.2013, 00:00 Uhr

Twitter plant neue Funktionen zur Verfolgung von Events

Eine Veranstaltung zu verfolgen und parallel dazu seine Meinung auf Twitter kundzutun, macht vielen Nutzern Spass. Deshalb will der Kurznachrichtendienst mit neuen Funktionen auf die überwältigende Nachrichtendichte bei Live-Events reagieren.
Bei mehr als 200 Millionen Nutzern pro Monat hat die Twitter-Technik vor allem bei Live-Events einen Ansturm von Nachrichten zu verarbeiten, der das Netzwerk in der Vergangenheit gelegentlich zusammenbrechen lassen hat. Auf die Problematik, der Nachrichtenfülle gerecht zu werden, will Twitter offenbar mit einem Live-Events-Tool reagieren, wie CEO Dick Costolo jetzt am Rande eines Branchenevents durchblicken liess. Angesichts der Fülle der verbreiteten Updates bei Events wie beispielsweise den Olympischen Spielen wolle man die Möglichkeit weiterentwickeln, die einzelnen Highlights der Veranstaltung zu verfolgen und zu beobachten.
Dabei gehe es nicht darum, dass Twitter die Höhepunkte der Events analysiere oder hervorhebe. Das, so Costolo, sei Sache der Kommentatoren. Das Netzwerk wolle stattdessen Hilfestellung zum Überblick des Veranstaltungsablaufs geben. "Es wäre interessant, grafische Darstellungen der Diskussionshöhepunkte zu sehen, wann diese stattfanden, und dann in der Lage zu sein, im zeitlichen Ablauf zurückzuschauen, was genau wann passiert ist", zitiert Techcrunch den Twitter-Chef.

Gleichzeitig ist Twitter Costello zufolge derzeit darum bemüht, Cyber-Bullying einzudämmen. Da Twitter seinen Nutzern erlaubt, anonym im Netzwerk teilzunehmen, sind Belästigungsvorfälle auf dem Kurznachrichtendienst kein Einzelfall. Hier experimentiert das Unternehmen mit der Verbesserung seines Filtersystems für offensichtliche Mobbing-Angriffe. Bisher ist es jedoch schwierig, mögliche Lösungen auf die Anwendung im Gesamtnetzwerk zu skalieren.

Twitter hat vor allem in den USA besonders viele Mitglieder: Rund ein Viertel der Twitter-Nutzer kommen aus den USA, stellte eine Statistik kürzlich klar. Vor wenigen Tagen hatte Twitter ein Auswertungstool für Tweets auch für Privatnutzer freigegeben.



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