05.04.2006, 00:00 Uhr

IFPI macht Raubkopierer für Umsatzrückgänge verantwortlich

Der Verband der schweizerischen Musikwirtschaft IFPI veröffentlichte vor kurzem einen geringeren Umsatzrückgang im Jahr 2005 im Vergleich zu den Vorjahren. Kein Grund in Jubelstimmung auszubrechen, denn die aktuellen Umsatzzahlen in der Schweiz bewiesen, dass der CD-Markt unaufhaltsam sinke, wenn Musik ohne Schutz des geistigen Eigentums kostenlos bezogen werden könne, wie die IFPI bekannt gab. Die Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) in der Schweiz, die derzeit im Entwurf vorliege und die Legalisierung des Downloads aus illegalen Tauschbörsen und von raubkopierten Angeboten beinhalte, würde bedeuten, dass Musik immer weniger gekauft wird. Eine Fortsetzung dieses Trends in den nächsten Jahren werde laut IFPI die Musikwirtschaft in der Schweiz drastisch schädigen ? mit negativen Folgen für Arbeitsplätze und Konsumenten. Ähnliches gelte für die Entwicklung des legalen Online-Marktes in der Schweiz, die 2005 begonnen hat, aber noch viel zu zögerlich voranschreitee, denn was gleichzeitig gratis zu bekommen sei, werde nicht gekauft. Der legale Downloadumsatz betrug im Jahr 2005 lediglich rund 3 Mio. Franken und konnte die Verluste bei den CD-Verkäufen nicht kompensieren, hiess es weiter (ph) http://www.ifpi.ch



Das könnte Sie auch interessieren