16.02.2012, 00:00 Uhr

HD-Webcam auf dem Jungfraujoch von Switch betreiben

Auf 3'571 Metern über Meer zeigt die Webcam von Switch das imposante Berg-Panorama der Jungfrau-Region in HD-Bildauflösung. Möglich machen das eine speziell entwickelte Technik und die gute Zusammenarbeit mit den Jungfraubahnen sowie der Hochalpinen Forschungsstation Jungfraujoch. Unter webcam.switch.ch zeigt die Kamera rund um die Uhr Bilder aus verschiedenen Perspektiven, stündlich werden 180-Grad-Panoramen erstellt und ein täglicher Video-Zeitraffer zeigt spektakuläre Wetterwechsel und Tagesverläufe.

Hochalpine Herausforderungen

Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius und Windgeschwindigkeiten über 200 Stundenkilometer, die Webcam auf dem Jungfraujoch funktioniert unter Extrembedingungen. Eine Kunststoffkuppel umhüllt die spezielle Kamera und schützt sie vor der hochalpinen Witterung. Nur die Eisbildung lässt sich nicht ganz verhindern. So zieren kunstvolle Eisformationen stellenweise die Bilder, welche vom Fiescher Gabelhorn über das Dreieckshorn und das Aletschhorn bis zur Jungfrau reichen. Auch die Gletscher des Jungfraufirns und den Aletschgletscher zeigt die Kamera.

Wetterdaten und Fernblick

Der Ausblick ist nicht nur spektakulär, sondern liefert auch wertvolle Daten: «Die neue Webcam ist für MeteoSchweiz eine wertvolle Ergänzung. Die Bilder von Switch liefern uns wichtige Anhaltspunkte für die Wetter-Prognose,» erklärt Eugen Müller, Meteorologe beim Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz. Auch Urs Kessler, Chef der Jungfraubahnen zeigt sich erfreut: «Unsere Gäste aus aller Welt schätzen es, wenn sie das Panorama vom Jungfraujoch und die einzigartige Gletscherwelt auch über eine Webcam geniessen können.» Nebst webcam.switch.ch, wo auch die Webcam über den Dächern von Zürich zu sehen ist, werden die Jungfraujoch-Aufnahmen regelmässig auch auf Twitter unter @SWITCH_panorama verschickt.

Forschungsprojekt als Ursprung

Pro Tag sendet die Webcam vom Jungfraujoch rund sechs Gigabyte an Bilddaten an den Switch-Server in Zürich. Diese für ein abgelegenes Gebiet aussergewöhnlich grosse Datenübermittlung ist nur dank der Glasfaserleitung zur Hochalpinen Forschungsstation möglich. Switch schloss die Station im März 2010 an das Schweizer Wissenschaftsnetz an, um Datenübertragungen in Echtzeit zu ermöglichen. Der Breitbandanschluss von1-Gigabit pro Sekunde ermöglicht Forschenden beispielsweise, die direkte ortsunabhängige Steuerung der Messanlagen. Nun stellt er zudem sicher, dass die Bilddaten der Webcam live auf der Webseite abrufbar sind. (ph) http://webcam.switch.ch/  http://www.switch.ch



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