21.06.2012, 00:00 Uhr

aquamap.ch: Online-Karte hilft Ertrinken zu verhindern

Seit 80 Jahren verhindern die Rettungsschwimmer der SLRG das Ertrinken. Neuestes Präventionsprojekt: Eine schweizweite Online-Gefahrenkarte mit Namen aquamap.ch. In diesem Sommer erkunden 80 Freiwillige der Rettungsschwimmer gefährliche Schwimmstrecken in Flüssen und Seen. Bereits erfasst: Die Daten der kantonalen Seepolizei Zürich sowie der Polizei in Zug, St. Gallen, Thurgau, Glarus und Schwyz.

Seit 2011 arbeitet die SLRG an ihrem neuesten Projekt, der aquamap.ch. Sie zeigt online die Wasserplauschplätze der Schweiz mit kleinem und grossem Gefahrenpotenzial. Dazu erkunden 80 Freiwillige die lokalen Örtlichkeiten. Sie fotografieren sie und melden die Koordinaten mit Spass- bzw. Gefahrenfaktor. Markus Obertüfer, Zentralsekretär der SLRG erklärt, warum die Rettungsschwimmer dieses ehrgeizige Projekt lanciert haben: «Die Rettungsschwimmer haben untereinander ein gut funktionierendes Beziehungsnetz. Durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch können heikle Situationen an Schweizer Gewässern gegenseitig besprochen, fundiert aufbereitet und für den Anwender als optimale Informationen bereitgestellt werden.»

Der Gedanke der Gefahrenkarten ist nicht ganz neu, doch birgt das Online-Projekt spezielle Herausforderungen, wie der Rettungsschwimmer Bernhard Fleuti erklärt: «Die Aarekarte ist in 25 Jahren zur heutigen Form gewachsen. Die aquamap.ch will nun innert zwei Jahren sowohl grafisch ansprechend wie auch schweizweit vollständig die Gefahrenstellen und Schwimmstrecken erfassen. Das hat noch niemand gemacht, auch nicht im benachbarten Europa.» Letztes Jahr wurde die Idee einer Schweizerkarte der Rettungsschwimmer konkretisiert und anhand eines Prototypen erstmals geprüft. Nach der Auswahl eines Software-Entwicklers wurde in mehreren Schritten die Realisierung vorangetrieben. Bernhard Fleuti hat neben seinem 100%-Job als ICT Consultant in den vergangenen Monaten unzählige Stunden freiwillig in das Projekt investiert: «Die beste Software nützt nichts, wenn keine Daten für die Darstellung da sind. Mit Volldampf geht es nun zusammen mit den Sektionen an die Erfassung unserer Schwimmstrecken und Badeplätze. Parallel dazu laufen die letzten Bereinigungen der Software und die Finalisierung der Entwicklung einer iPhone-App.» (ph) http://www.aquamap.ch

Siehe auch: Swiss Map Mobile von swisstopop nun auch für Android, Swiss Map online ermöglicht Zugang zu den Landeskarten der Schweiz in neuer Generation



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