19.02.2013, 00:00 Uhr

Amazon ist SEO-Sieger bei der Google-Suche

Amazon investiert nicht nur am stärksten in Werbeflächen, sondern ist auch der Online-Händler, der am häufigsten in der Suchmaschine Google angezeigt wird. Das haben Berechnungen des Analyseunternehmens Searchmetrics für das Nachrichtenmagazin Focus ergeben. Demnach ist nur das Online-Lexikon Wikipedia besser in der organischen Google-Suche platziert. Nach Amazon folgen Facebook, Chip, eBay und Youtube.
Auch Anzeigen auf den Google-Werbeflächen seien 2012 dreimal häufiger aufgetaucht als die der nächstplatzierten Unternehmen Otto und eBay. Der Versender Zalando befinde sich sogar erst auf Platz 6. Dass der Konkurrent Zalando in der zweiten Jahreshälfte seine Ausgaben für das Online Marketing reduzierte - und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in allen grossen europäischen Ländern - "könnte als Vorbereitung auf den möglichen Börsengang gesehen werden, für den schwarze Zahlen gezeigt werden müssen", heisst es in der Focus-Meldung.

Online-Werbung könne in Zukunft insgesamt eine geringere Rolle spielen, weil Unternehmen stattdessen mehr auf "Content Marketing" setzten, also interessante Inhalte, die sowohl für den Seitenbesucher als auch für die Suchmaschine attraktiv sind: "Das ist die beste Verbindung zwischen Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Wenn eine Seite nicht noch einmal von einem Update des Google-Algorithmus getroffen werden möchte, muss man jetzt anfangen, über hochwertige Inhalte nachzudenken. Red Bull und Coca-Cola haben vorgemacht, wie es geht?, zitiert das Magazin den Suchmaschinenspezialist Andre Alpar.

Derzeit steht Amazon wegen schlechter Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern stark in der Kritik. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen droht inzwischen, der Leiharbeitsfirma, die mit Amazon kooperiert, die Lizenz zu entziehen, sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten. (ph/iw)



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