Online-Payment 18.03.2015, 06:13 Uhr

Facebook-Messenger kann Geld überweisen

Facebook-User können - vorerst nur in den USA - künftig kostenlose Überweisungen über den Messenger tätigen. Ausserdem startet das Social Network eine neue Targeting-Funktion für Business-Kunden.
Online-Payment: Facebook bietet seinen US-Nutzern an, Geld mit seiner Messenger App kostenlos zu verschicken - ähnlich wie Snapchat.
Ein Video zeigt die Vorgehensweise: Um Geld zu überweisen, starten Nutzer dazu einen Chat und tippen auf das neue Dollar-Symbol über der Tastatur. Danach folgt die Eingabe des gewünschten Betrags. Anschliessend klicken Nutzer auf den Schriftzug "Pay" am oberen rechten Rand.
Voraussetzung für den Dienst ist laut Facebook die Hinterlegung einer Kreditkarte wie Visa oder Mastercard. Gleiches gilt demnach auch für den Empfänger des Geldbetrags: Auch er muss eine Kreditkarte hinterlegen. Dazu öffnet er ebenfalls den Chat und tippt auf "Add Card" um die Karten-Informationen einzutragen. Danach kann er den Geldtransfer akzeptieren. Das soziale Netzwerk gibt aber an, dass die Überweisung ein bis drei Arbeitstage Bearbeitungszeit in Anspruch nimmt.
Messenger-Payment: Über den Facebook Messenger sollen User künftig Geldüberweisungen vornehmen können.
Quelle: Facebook
 Den Transfervorgang sowie die Kreditkarten-Informationen verschlüsselt Facebook laut eigenen Angaben und nutzt dabei "die höchsten Industrie-Standards". Die zugehörige Soft- und Hardware soll dabei vom übrigen Netzwerk abgegrenzt sein, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die neue Payment-Funktion soll in den nächsten Monaten für Android, iOS und Desktop-Computer verfügbar sein.

Neue Zielgruppenoption

Facebook stellt darüber hinaus seit Kurzem für seine Business-Kunden eine neue Zielgruppenoption zur Verfügung. Mit dieser Option bietet das Social Network Unternehmen die Möglichkeit, sogenannte Expats - Personen, die nicht in ihrem Heimatland leben - zu erreichen.
Diese Personen stellen eine wichtige Zielgruppe dar, die bislang nur schwer zu adressieren war. Hier möchte Facebook Abhilfe schaffen: Denn in dem sozialen Netzwerk gibt es rund 92 Millionen Expats weltweit. Viele Unternehmen haben spezifische Produkte im Angebot, die sich konkret auf die Nachfrage von Expats konzentrieren. Durch diese Option wird es künftig einfacher für Werbungtreibende, national-spezifische Gruppen, die ausserhalb ihres Heimatlandes leben, zu kontaktieren.




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