iSIM 23.02.2018, 09:44 Uhr

SIM-Karten demnächst direkt im Prozessor

Smartphones mit Riesenakkus? Mit der «iSIM» präsentiert der Chipentwickler ARM seine erste SIM-Karte, die direkt im Prozessor eingebaut wird.
(Quelle: pd )
Mit der iSIM (integrated SIM) will der Chipentwickler ARM das Ende der klassischen SIM-Karte einläuten und präsentiert einen entsprechenden Chip, der nur noch einen Quadratmillimeter an Platz beansprucht. Den Winzling werden Anwender aber nicht mit einem mitgelieferten Endoskop einbauen müssen. Er soll vielmehr ab Werk im System-on-A-Chip (SoC), also direkt in der Chipplatte, integriert sein. Denn: Die Miniaturisierung des «Subscriber Identity Module» («Teilnehmer-Identitätsmodul») wird immer wichtiger, weil der Platz in den Geräten immer knapper wird. ARM pocht dabei vor allem auf die zukünftige Generation des Internet of Things, damit auch Sensoren mit Mobilfunkchips ausgerüstet werden können. Der Trend lässt sich bei der winzigen eSIM beobachten, die gerade noch eine Grundfläche von 6 × 5 Millimeter beansprucht. Zum Einsatz kam die «embedded SIM» in der Schweiz etwa das erste Mal bei der Samsung Gear S2, später auch bei der Apple Watch 3 Cellular.
Die Miniaturisierung der SIM-Karte ist nicht aufzuhalten
(Quelle: ARM)
Darüber hinaus präsentiert ARM ein neues Betriebssystem namens Kigen OS, das speziell auf die neue SIM-Technologie ausgelegt sein wird. Den Fokus legt die britische Chipschmiede hierbei auf eine leichtere Verwaltung, indem sich beispielsweise auch mehrere Updates aus der Ferne gleichzeitig verteilen liessen, um Sicherheitslücken schneller schliessen zu können. Noch bleibt aber abzuwarten, ob und wann erste Lösungen auf Gerätebasis entwickelt werden.



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