Fototipps 31.07.2018, 15:12 Uhr

Mit diesen Tipps das 1.-August-Feuerwerk optimal fotografieren

Der 1. August steht vor der Tür und manche Fotografin und mancher Fotograf liebäugelt vielleicht damit, Knisterregen oder Feuerschweife abzulichten.
Unter Umständen bleibt das 1. August Feuerwerk dieses Jahr aus
(Quelle: Pixabay )
Prüfen Sie zuerst, ob es in diesen Hitzetagen in Ihrer Gemeinde oder in Ihrem Kanton überhaupt erlaubt ist, Feuerwerkskörper zu zünden. Dies, damit Sie wissen, ob allenfalls eine längere Fahrt notwendig wird. Beispielsweise im Kanton Zürich ist ein Feuerverbot in Wäldern und Waldesnähe erlassen worden. Das Abbrennen von Feuerwerk ist nur von befestigtem, unbrennbarem Untergrund erlaubt, wie es auf polizeiticker.ch heisst (Stand: 27. Juli 2018). Weitere Informationen finden Sie bei den Waldbrandgefahr-Meldungen des Bundes.
Feuerwerk zu fotografieren, ist nicht ganz einfach. Es braucht Geduld, mehrere Probeaufnahmen und manchmal ein bisschen Glück. Mit diesen sechs Tipps sollte es klappen.

1. Ohne Stativ geht nichts

Wichtig ist eine ruhige Kamera. Bei Belichtungszeiten über 1 Sekunde kann man die Kamera nicht mehr ruhig genug in den Händen halten. Als Richtlinie gilt der Kehrwert aus Brennweite und Belichtungszeit. Zum Beispiel kann man 200 Millimeter noch mit 1/200 Sekunde aus der Hand halten, 50 Millimeter noch mit 1/50 Sekunde und so weiter.
Alternativ kann man die Kamera irgendwo auf einen stabilen Untergrund legen. Ich empfehle allerdings das Stativ, da man damit unter anderem flexibler ist.

2. Fernauslöser

Trotz Verwendung eines Stativs ist das Bild verwackelt? Die Hand an der Kamera führt zu Erschütterungen im Bild. Darum ist es sinnvoll, einen Fernauslöser zu verwenden. Ob via Kabel, Infrarot oder Funk: Sie vermeiden dadurch Verwacklungen. Für einige Kameras gibt es Apps fürs Smartphone, über die man auslösen kann.
Alternativ oder zusätzlich können Sie den Timer benutzen.

3. Geeignetes Objektiv

Grundsätzlich ist zu sagen, dass das Objektiv zum Abstand passen muss. Wer nah an einem Feuerwerk steht, braucht eher ein Weitwinkelobjektiv. Steht man weiter weg, zum Beispiel auf einem entfernten Hügel mit guter Sicht, braucht man eher ein Teleobjektiv. Also am besten beides einpacken.

4. Belichtungszeit/Blende/ISO

Man benötigt eine lange Belichtungszeit, das heisst zwischen 10 und 30 Sekunden. In dieser Zeitspanne gibt es genügend Raketen und der Himmel ist kaum einmal leer. Sobald Sie den Standort gefunden und sich eingerichtet haben, machen Sie ein paar Probeaufnahmen. Die Umgebung soll sichtbar sowie weder unter- noch überbelichtet sein. Auf dem Land sind die Belichtungszeiten länger als in der Stadt.
Etwas, das ich mag, ist der Bulb-Modus. Bei dieser Funktion wird der Sensor so lange belichtet, wie Sie den Auslöser gedrückt halten. Dadurch kann man die einzelnen Feuerwerkselemente besser voneinander trennen. Man weiss ja vorher nie, wie lange beispielsweise ein Goldregen dauert. Bevor dann die nächste Rakete hochgeht, kann man schnell loslassen. Probieren Sie es aus.
Nutzen Sie eine so geringe ISO-Zahl wie möglich, um unnötiges Rauschen zu vermeiden. Starten Sie mit dem tiefsten Wert und stellen Sie erst Belichtungszeit und Blende ein, bevor Sie diesen Wert hochschrauben.
Wählen Sie einen grossen Blendenwert (ab 8). Zur Erinnerung: Die Grösse der Blendenöffnung wird mit einem Zahlenwert (zum Beispiel: ƒ/8) angegeben. Je grösser die Blendenöffnung ist, desto kleiner wird der Wert und desto mehr Licht fällt auf den Bildträger.

5. Fokus

Den Fokus kann man manuell setzen, allerdings ist es schwierig, die Distanz abzuschätzen (wenn man weiter entfernt ist). Die Fokuslupe funktioniert nicht, da am Himmel ständig ein anderes Objekt teilweise an einem anderen Ort zu sehen ist.
Man kann versuchen, bei den ersten Feuerwerkskörpern darauf scharfzustellen. Allerdings macht es wohl mehr Sinn – solange es noch ein bisschen hell ist –, auf ein Objekt am Boden scharfzustellen, das ungefähr in der Entfernung liegt, in der Sie das Feuerwerk erwarten.

6. Taschenlampe

Eine kleine Taschenlampe kann nicht schaden. Einige mögen blind wissen, wo man was an der Kamera einstellt, für die anderen ist ein kurzes Aufflackern von Licht vermutlich hilfreich.




Das könnte Sie auch interessieren