Cloud-First-Strategie 08.04.2021, 09:04 Uhr

T-Systems kündigt eine «Swiss Cloud» an

T-Systems Alpine entwickelte sich im Krisenjahr 2020 zur umsatzstärksten Region des Unternehmens ausserhalb des Heimmarkts Deutschland. Zudem kündigt der IT-Dienstleister eine «Swiss Cloud» an.
(Quelle: Deutsche Telekom )
Per Anfang 2020 hat T-Systems die Ländergesellschaften in der Schweiz und Österreich zur «Alpine Region» zusammengeschlossen. Trotz wirtschaftlich äusserst turbulenten Zeiten habe sich diese mit ihren rund 1200 Mitarbeitenden im Jahr 2020 zur umsatzstärksten Region ausserhalb Deutschland etabliert, teilt der IT-Dienstleister mit. Stark gewachsen sei man unter anderem in den Bereichen Security, SAP und SD-WAN. Die Rede ist dabei von «einigen sehr spannenden neuen Kundenprojekten» bei T-Systems in der Schweiz und Österreich. Zudem sei es der Firma gelungen, das Bestandskundengeschäft auszubauen und wichtige Rahmenverträge zu verlängern.
«In Anbetracht des überaus herausfordernden Marktumfeldes in 2020 bin ich sehr stolz, dass wir auf ein sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurückblicken können», wird Peter Lenz, der Regional Managing Director von T-Systems Alpine, im Communiqué zitiert. Zudem habe man sich als «Alpine Region» strategisch weiterentwickeln können. Im Hinblick auf Kompetenzen, Portfolio und Wachstumsfelder sei man ihm zufolge für 2021 «bestens aufgestellt».

Aufbau einer «Swiss Cloud»

T-Systems setzt ausserdem nun voll und ganz auf die Public Cloud. In den letzten Monaten baute der Dienstleister die strategische Zusammenarbeit mit Hyperscalern wie Microsoft, AWS und Google aus, um für Kunden auch Multi-Cloud-Landschaften managen zu können. Die neue Strategie kündigte der T-Systems-CEO Adel Al-Saleh bereits Mitte Februar an der digitalen Veranstaltung «Accelerate Digital Now» an (Computerworld berichtete).
Laut Mitteilung wird das Unternehmen im Rahmen seiner Cloud-First-Strategie in der Schweiz eine «Swiss Cloud» basierend auf der eigenen Public Cloud – der Open Telekom Cloud (OTC) – aufbauen. «Wir erleben, wie sich die Welt und altbewährte Geschäftsmodelle infolge der globalen Corona-Krise rasant verändern und sehen, dass der Appetit für Cloud-Lösungen bei unseren Kunden enorm gestiegen ist», sagt Thomas Reitze hierzu, der Vice President Commercial & Market Relations bei T-Systems in der Schweiz. Und weiter: «Um den Bedürfnisse unserer Kunden in der Schweiz nachzukommen, bauen wir für 2021 eine ‹Swiss Cloud›, die alle Vorteile einer Open Telekom Cloud mit sich bringt.» Nähere Informationen liefert T-Systems zu diesem Vorhaben allerdings vorerst noch nicht.

Verstärkte Nachfrage im laufenden Jahr

Wie die Firma abschliessend schreibt, werden die «Nachwehen» der Corona-Pandemie Unternehmen weiterhin beschäftigen. Der digitale Wandel gewinne dabei mit enormer Geschwindigkeit an Dynamik. So erwartet man bei T-Systems Alpine auch für das laufende Jahr 2021 eine verstärkte Nachfrage nach Multi-Cloud, SAP & Security Services. «Aber auch für Edge Computing, Big Data & Data Analytics sowie Business Intelligence und IoT-Lösungen sehen wir Bedarf», sagt Reitze. Ihm zufolge sollten Unternehmen sich diese zunutze machen, nach vorne schauen und die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse beschleunigen. «Gleichzeitig sollte aber auch die Sicherheit im Fokus der Unternehmen stehen», rät der T-Systems-Manager.




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