08.05.2013, 00:00 Uhr

Swico zieht Bilanz und wählt Adrian Müller von HP in den Vorstand

An der Generalversammlung (GV) des Wirtschaftsverbandes für die digitale Schweiz Swico stand der Dialog zwischen der ICT-Branche und der Politik im Fokus. Swico hat im letzten Jahr seine wirtschaftspolitische Arbeit verstärkt und setzt sich weiterhin zum Ziel eine engagierte ? und wenn nötig kritische ? politische Diskussion im Namen der ICT-Branche zu führen. Die Generalversammlung wählte Adrian Müller, Mitglied der Geschäftsleitung bei HP Schweiz, neu in den Vorstand.
Als Vertreter der wirtschaftlichen Interessen der Anbieter-Firmen für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT), Consumer Electronics (CE), Druck und Foto, engagiert sich Swico immer stärker bei wirtschaftspolitischen Themen. Das betonte der Swico-Präsident Andreas Knöpfli in seiner Präsidialadresse. Dabei bringt sich Swico aktiv in die Diskussion ein und geht wenn nötig entschieden gegen die Vorhaben von Behörden und Parlament vor.

So zum Beispiel in den folgenden Stellungsnahmen:

Stellungnahme zur Vorlage des SECO betreffend Arbeitszeiterfassung.

Kritische Äusserung gegenüber der Energiestrategie 2050 des Bundesamtes für Energie.

Gegen die Diskriminierung von e-Commerce beim Widerrufsrecht.

Beschaffungsrecht nicht überladen, gegen die Einführung von weiteren Zuschlagskriterien.

Nachteile für Branche und Wirtschaftsstandort

All diese Vorlagen bringen nicht nur entscheidende Nachteile für die Swico-Mitglieder. Sie schwächen auch den Wirtschaftsstandort Schweiz, für dessen Wissensgesellschaft die ICT-Branche ein wichtiger Eckpfeiler darstellt. Noch einen Schritt weiter gehen die geplanten Änderungen beim Bundesgesetz betreffend der Überwachung des Post- und Fernmeldegesetzes (BÜPF). Diese stellen nebst den Folgen für die Branche einen wesentlichen Eingriff in die Bürgerrechte dar. Auch hier hat Swico reagiert und die Revision in seiner Stellungnahme scharf kritisiert.

Swico geht es nicht grundsätzlich darum, Verhinderungspolitik zu betreiben. Im Falle eines BÜPF beispielsweise ist eine Anpassung an den technologischen Fortschritt durchaus notwendig. Aber Swico sieht es als seine Aufgabe, sein Know-how in den Gesetzgebungsprozess einzubringen und damit wirtschaftsverträgliche Lösungen zu ermöglichen. Basis dafür sind Offenheit und Dialogbereitschaft. Dies unterstreicht Swico auch mit der Einladung des Keynote-Referenten der GV, Peter Fischer, Delegierter für die Informatiksteuerung des Bundes (ISB). Fischer äusserte sich in seiner Keynote zum IT-Beschaffungswesen des Bundes und unterstützt einen engeren Dialog zwischen Wirtschaft und Politik: ?Die statischen Prozesse des öffentlichen Beschaffungswesens lassen sich nicht immer mit den dynamischen Entwicklungen der ICT vereinbaren. Deshalb ist es bei der Beschaffung wichtig, auf den richtigen Mix von Verfahren zu setzen. Nur so können wir mit der rasanten technologischen Entwicklung der ICT Schritt halten."

Wechsel im Vorstand

An der Generalversammlung standen nebst wirtschaftspolitischen Themen auch Verbandsinterna  auf der Agenda. Marcel Borgo, Managing Director Hewlett-Packard Schweiz, war seit 2008 Mitglied des Swico-Vorstandes und gab sein Amt per 1. Mai 2013 ab. An seine Stelle wurde Adrian Müller gewählt. Müller ist Mitglied der Geschäftsleitung bei HP Schweiz und verantwortet dort als Country General Manager den Bereich Printing and Personal Systems. (ph) Jahresbericht 2012

Siehe auch: Swico ICT Index: Schweizer ICT-Anbieter mit positiveren Erwartungen, Anna Keller verlässt Microsoft und wird Leiterin Kommunikation bei Swico



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