Ungenaue Messungen 17.03.2017, 10:36 Uhr

Smart Meter arbeiten nicht zuverlässig

Es soll die intelligente Messtechnik von morgen sein: Smart Meter. Von diesen Geräten erwarten Unternehmen und Verbraucher, dass sie besonders genaue Angaben machen. Doch ein Test von modernen Stromzählern beweist etwas anderes.
(Quelle: LeahKat / Smartmeter)
Vernetzte elektronische Stromzähler, sogenannte Smart Meter, neigen zu ungenauen Messungen. Das geht aus einer Stichprobe hervor.
Forscher der Universität Twente in Enschede in den Niederlanden haben neun Geräten der Baujahre 2004 bis 2014 untersucht, die alle den gesetzlichen Vorgaben entsprachen. Davon massen im Testversuch fünf bis zu annähernd sechsfach höhere Werte als der tatsächliche Verbrauch. Zwei Modelle zeigten einen um rund 30 Prozent geringeren Verbrauch an.
Wissenschaftler der Universität Twente haben neun moderne Stromzähler getestet.
(Quelle: Universität Twente)
Ursache sind offenbar unzeitgemässe Vorgaben für die Konstruktion der Messgeräte. Den Verbrauch moderner Geräte wie LED- oder Energiesparleuchtmittel mit oder ohne Dimmer oder von Schaltnetzteilen mit ungleichmässigen Verbrauchslasten können so nicht zuverlässig ermittelt werden. Bei den Geräten mit zu hohen Werten kamen Rogowski-Spulen als Sensoren zum Einsatz. Die Modelle mit zu niedrigen Ergebnissen nutzten einen Hall-Sensor.
Bereits in der Vergangenheit standen die neuen "smarten" Stromzähler mehrfach in der Kritik. Einerseits überwiegen in Deutschland Sicherheits- und Datenschutzbedenken gegenüber den Geräten und andererseits liefert die Technologie laut Verbraucherzentralen im Hinblick zu den Anschaffungskosten keine relevanten Vorteile.




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