Richrelevance Cloud
12.01.2015, 10:16 Uhr

Personalisierung in jedem Kanal

Richrelevance hat sein Portolio aufgeräumt und vermarktet die Personalisierungstools ab sofort unter dem Namen "Richrelevance Cloud". Neu ist, dass Kunden mit "Build“ Anwendungen programmieren können.
Geschenkefinder von Marks & Spencer
(Quelle: marksandspencer.com)
Das US-Unternehmen Richrelevance hat seine bislang zwölf bis 15 unterschiedlichen Tools für die Personalisierung in nun vier Komponenten der Richrelevance Cloud zusammengefasst: "Discover", "Engage“, "Recommend“ und "Build“.
"Discover“ ordnet die Ergebnisse in der Shop-Suche nach den Affinitäten des Shop-Besuchers. Weiss das System beispielsweise, dass der Besucher gerne Adidas-Turnschuhe kauft, werden ihm diese zuerst angezeigt, während ein Nike-Fan eben zuerst Nike-Schuhe sieht. Von einer persönlicheren Kundenansprache verspricht sich der Handel mehr Umsatz - online wie offline.
Mit "Engage“ können Shop-Inhalte wie Produktvideos, Verkaufsaktionen oder Kundenbewertungen individualisiert werden. Passende oder alternative Produkte empfiehlt das Tool "Recommend“. Richrelevance Cloud ist auf "omnichannel“ ausgelegt, betont das Unternehmen. Das heisst, ganz gleich ob Kunden per Smartphone, im Web oder im Laden kaufen, Richrelevance kann die Kanäle bedienen. Im "Omnichanel Data Hub“ können Händler Daten zu den Kunden, zu ihren Produkten und weitere Informationen zusammenführen.
Die neue Funktion "Build“ ermöglicht es, dass Händler selbst diesen Datentopf "anzapfen“, um Erkenntnisse in Echtzeit zu gewinnen. "Build“ besteht aus einem "Data Hub“, der Daten von Webseiten, Apps, Katalogen oder der Kasse am Point-of-Sale zusammenführt. Mit einer "Profiles API“ können Kundendaten wie Einkaufshistorie oder individuelle Vorlieben gesammelt werden. Die "Segements API“ gruppiert Nutzer nach Zielgruppen basierend auf Einkaufsverhalten, Eigenschaften und Interessen. Welche Zusammenhänge zwsichen einzelnen Produktkategorien bestehen, analysiert die Funktion "Product Affinities API“. Und "Event Stream“ visualisiert Datenereignisse in Echtzeit.
Ein Beispiel, wie der Online-Handel "Build“ nutzt, ist der Geschenkefinder des britischen Kaufhauses Marks & Spencer. Das Kaufhaus ist Richrelevance-Kunde und hat mit "Build“ ausgewertet, welche Produkte in welcher Preiskategorie für welche Zielgruppe interessant sind. Auf Basis dieser Infos aus dem Data Hub hat Marks & Spencer vor Weihnachten innerhalb kurzer Zeit einen Geschenkefinder gebaut.
Die Kosten für die Richrelevance-Cloud sind umsatzbasiert. Laut Unternehmensangaben erhalten Online-Shops nun mehr Funktionalitäten als bisher zum gleichen Preis. Die Tools der Cloud können auch einzeln gebucht werden.
Wie personalisierte Shopping-Erlebnisse im stationären Handel aussehen können, zeigen das US-Unternehmen Richrelevance und das deutsche Unternehmen Phizzard.
Das könnte Sie auch interessieren