Praxisbeispiel
02.02.2015, 09:10 Uhr

Mehr Twitter-Follower dank Tech-Nik

Im Jahr 2014 ist Twitter Deutschland in die Anzeigenvermarktung eingestiegen. Elektronikfachhändler Saturn konnte mithilfe seiner Werbefigur "Tech-Nik" die Anzahl seiner Follower erhöhen.
Tech-Nik-Account auf Twitter
Voller Erfolg für Saturn dank Tech-Nik
(Quelle: Twitter.com/Screenshot)
Zu den wichtigsten Möglichkeiten für Werbungtreibende auf Twitter zählen gesponserte Tweets und gesponserte Accounts. Dass der Einsatz der Twitter Ads unter anderem die Anzahl der Follower deutlich erhöhen kann, zeigt Saturn. Dem Elektrofachhändler gelang es, innerhalb eines halben Jahres 45.000 neue Anhänger zu gewinnen.
Die Kampagne startete im März 2014 unter dem Account @SaturnDE. Mithilfe gesponserter Tweets sollen seither gezielt relevante Nutzer angesprochen werden, vorrangig jüngere Männer mit einem Interesse für Technologie oder Gadgets.
Die Werbebotschaften werden mittels Targeting nach Schlagwörtern und Interessen ausgeliefert. Sie erscheinen in der Suche oder in der Timeline der Twitter-User.
Gesponserte Accounts nutzt Saturn, um eine Follower-Basis aufzubauen und die Reichweite bei Nutzern zu erhöhen. Diese beworbenen Accounts werden in den Such­ergebnissen und in den Vorschlägen von "Wem folgen" angezeigt. Gesicht der Kampagne ist Tech-Nick, die bereits aus dem Fernsehen bekannte Werbefigur der Marke. Ziel war es, ihr mithilfe von Twitter "eine Stimme zu verleihen" und sie so für die Marke sprechen zu lassen.
Für die Kampagne auf dem Portal schuf Saturn für Tech-Nick eine eigene Persönlichkeit inklusive Hintergrundstory mit Wohnort und Hobbys. Die Werbefigur, dargestellt von Schauspieler Antoine ­Monot Jr., verrät seitdem auf dem Saturn-Account praktische Technik-Tipps und gibt Neuigkeiten bekannt.
Um eine Beziehung mit Usern herzustellen, beantwortet er Fragen zu Produkten und kommentiert Beiträge. Tech-Nick nutzt dabei eine ­Reihe wiederkehrender Hashtags, wie beispielsweise #TechHack. Diese sind in die Tweets eingefügt, in denen er Tipps mit seinen Followern teilt.
Um die Figur auch ausserhalb der Plattform bekannt zu machen, warb Saturn auf der Firmen-Website, im Newsletter und in anderen Social-Media-Kanälen für Tech-Nick und den Account. Die Ergebnisse nach den ersten sechs Monaten: @SaturnDE konnte drei Millionen Personen erreichen und gewann allein mit den gesponserten Accounts über 17.000 Follower.
Zudem erzielte der Elektrofachmarkt Interaktionsraten von bis zu 95,2 Prozent. Im Vergleich mit anderen Kanälen konnte ­Saturn mit Twitter eine nach eigenen Angaben überdurchschnittlich hohe Klickrate (CTR) in seinem Online-Shop erzielen.
Einen Grund für den Erfolg sieht Carsten Strese, Geschäftsführer von Media-Saturn Deutschland, in der Tatsache, dass im Internet grundsätzlich ein grosses ­Interesse am Informationsaustausch zu Technik­themen besteht.
"Wenn unsere Kunden Produkte online kaufen oder recherchieren, möchten sie Informationen mit anderen austauschen können, um mehr über die neuesten Trends herauszufinden oder Hilfe bei der Entscheidung für das rich­tige Produkt zu erhalten", so Strese.
"Deshalb sind die Interaktion auf Twitter und unsere Aktivitäten in anderen sozialen Netzwerken ein unverzichtbarer Teil unserer Multikanal-Strategie." Für Thomas de Buhr, Managing Director bei Twitter Deutschland, muss Werbung auf der Plattform unterhaltsam, nützlich und relevant sein, um die User zu erreichen.
"Im Falle Tech-Nicks ist sie alles zusammen. Die Tweets von ihm sind witzig, für die Zielgruppe sehr relevant, bieten einen echten Mehrwert durch interessante Produktinformationen, und Tech-Nick hilft sogar bei konkreten Fragen", so de Buhrs Fazit.
Vor kurzem hat Twitter Gruppen-Chats eingeführt. Sie bieten die Möglichkeit, gleich mit mehreren Personen in den privaten Gruppenaustausch zu treten. Dazu müssen sich die Chat-Teilnehmer nicht gegenseitig abonniert haben.
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