Maximalen Speicherplatz 05.01.2017, 21:09 Uhr

JBOD im NAS-Server einrichten

Um den gesamten Speicherplatz eines NAS-Servers mit mehreren Festplatteneinschüben voll nutzen zu können, richtet man die Festplatten nicht als RAID-, sondern als JBOD-Volume ein.
(Quelle: Synology)
Wer maximalen Speicherplatz etwa bei einem Dual-Bay-NAS erreichen möchte, richtet die beiden internen Festplatten als JBOD-Volume ein. Fällt eines der beiden internen Laufwerke durch einen Defekt aus, sollten theoretisch alle Daten auf dem zweiten internen Laufwerk davon nicht betroffen sein. In der Praxis ist das jedoch bei einem JBOD-Volume nicht immer der Fall.
Der Begriff JBOD steht für Just a Bunch of Disks. Damit ist gemeint, dass das NAS die internen Festplattenlaufwerke nicht als RAID, sondern wie eine gewöhnliche Aneinanderreihung von Festplatten anspricht. Der Vorteil: Im Gegensatz zu den Modi RAID 1 oder RAID 5 kann im JBOD-Modus der gesamte im NAS verbaute Festplattenspeicher genutzt werden. Allerdings besteht beim Ausfall eines internen Laufwerks kein redundanter Datenschutz. Die Daten auf dem beschädigten Laufwerk sind somit verloren. Mehr noch: Wird das JBOD falsch konfiguriert, sind – ähnlich wie bei RAID 0 – auch die Daten auf dem zweiten, eigentlich noch intakten Laufwerk verschwunden.
ZyXEL NAS JBOD
JBOD ohne kompletten Datenverlust: Bei der Einrichtung des JBOD-Modus in einem NAS wird für jede "Disk" ein eigenes "Volume" angelegt.
Um das zu vermeiden, richten Sie JBOD im NAS so ein, dass Sie für jedes interne Festplattenlaufwerk ein eigenes JBOD-Volume erstellen. Die Anzahl der Laufwerke oder Freigaben ist dann also mindestens ebenso gross wie die Anzahl der internen Festplatten im NAS. Fällt während des Betriebs ein internes Laufwerk aus, so sind nur die Daten in Mitleidenschaft gezogen, die sich auf dem entsprechenden Volume befinden. Das Volume des intakten internen Speichers ist davon nicht betroffen und kann weiterhin genutzt werden.
Wie Sie JBOD-Volumes anlegen erfahren Sie in der Gebrauchsanweisung ihres NAS-Servers. Falls bereits Daten auf dem NAS-Server gespeichert sind, sollten Sie diese vorher sichern und etwa auf eine externe Festplatte übertragen.




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