Marktzahlen Westeuropa 18.02.2015, 11:24 Uhr

Smartphones: Samsung büsst Marktanteile ein

Das Jahr 2014 brachte für den Marktführer Samsung im Smartphone-Geschäft erstmals einen Einbruch der Verkäufe. Profitieren konnten Apple und Microsoft.
In Westeuropa ist der Handy- und Smartphone-Markt zunehmend von einer Sättigung betroffen: Im Jahr 2014 wurden gemäss den Analysten von IDC 174,1 Millionen Geräte verkauft, das waren 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark war der Einbruch bei den einfachen Handys, deren Verkäufe im Jahresvergleich um 39 Prozent einbrachen und nur noch 16 Prozent des Gesamtmarktes ausmachten. Der Smartphone-Absatz erreichte 2014 den Rekord von 145,8 Millionen Stück, allerdings lag das Wachstum gegenüber 2013 nach dem Boom der Vorjahre nur noch bei 6,4 Prozent.
Vor allem der Marktführer Samsung litt unter der Entwicklung: Die Koreaner mussten bei den Smartphones einen Rückgang der Verkäufe um 12,5 Prozent auf 51 Millionen Geräte hinnehmen und fielen beim Marktanteil von 42,6 auf 35 Prozent. Der Verfolger Apple konnte dagegen zulegen und steigerte seinen Anteil von 19,6 auf 21,2 Prozent, wozu vor allem das letzte Quartal dank des iPhone 6 beitragen konnte.
An dritter Stelle konnte sich Sony behaupten, auch wenn der Marktanteil der Japaner von 10,8 auf 10,4 Prozent sank. Immerhin konnte die Zahl der verkauften Smartphones um 2,7 Prozent gesteigert werden. Als neuer Herausforderer bringt sich Microsoft nach der Nokia-Übernahme in Stellung: Der US-Konzern steigerte seinen Marktanteil von 5,5 auf 6,9 Prozent und konnte fast ein Drittel mehr Lumia-Smartphones verkaufen. Auch für den fünften, LG, ist die Bilanz für 2014 eher positiv, denn der Marktanteil wuchs von 5,6 auf 5,9 Prozent.
Stark zulegen konnten auch die weiteren Hersteller, die 2014 fast 21 Prozent der Smartphones in Westeuropa ausliefern konnten. Die Analysten verzeichneten für das vergangene Jahr 28 Newcomer im Smartphone-Geschäft, die bereits einen Marktanteil von insgesamt 6,4 Prozent erreichen konnten.
Knapp zehn Prozent der 2014 verkauften Smartphones waren Phablets. Sie erreichen mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 669 US-Dollar deutlich höhere Erlöse als die Smartphones mit 428 US-Dollar.

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