Jahresbilanz
12.01.2015, 09:31 Uhr

Samsung muss Gewinneinbruch verbuchen

Weil die chinesischen Smartphone-Hersteller immer mehr Marktanteile erobern, muss der Weltmarktführer Samsung 2014 erstmals seit drei Jahren wieder einen Gewinnrückgang hinnehmen.
(Quelle: Twin Design / Shutterstock)
Die Tendenz hatte sich bereits in den vergangenen Monaten abgezeichnet: Weil dem Smartphone-Weltmarktführer Samsung vor allem die chinesische Billig-Konkurrenz immer mehr auf die Pelle rückt, droht dem Elektronikkonzern nun auch eine unschöne Delle in der Jahresbilanz.
Wie sich aus einem vorläufigen Ergebnisausblick für das Schlussquartal ableiten lässt, wird der operative Gewinn für das Gesamtjahr 2014 erstmals seit 2010 wieder rückläufig sein, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.
Demnach fiel der Gewinn aus den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten in den Monaten Oktober bis Dezember im Jahresvergleich um 37,4 Prozent auf rund vier Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr würde dies einen Rückgang um immerhin 32 Prozent bedeuten.
Während Samsung Analysten zufolge in Bereichen wie dem Chip-Geschäft deutlich zugelegt haben dürfte, sei der Gewinneinbruch vor allem eine logische Konsequenz aus dem harten Preiskampf auf dem Smartphone-Markt.
Vor allem in Ländern wie China oder Indien gerät Samsung im Einsteiger- und Mittelklasse-Segment in die Defensive, weil lokale Anbieter die Koreaner mit besonders preisaggressiven Angeboten verstärkt attackieren.
Gleichzeitig ist Apple mit seiner neuen iPhone-Produktrange extrem erfolgreich - und erhöht parallel dazu den Druck im Oberklasse-Segment.
Mit Blick auf die neue Wettbewerbssituation hat Samsung bereits erste Gegenmassnahmen angekündigt: So wollen die Koreaner unter anderem ihr extrem aufgeblähtes Smartphone-Portfolio deutlich verkleinern.
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