Test: MacBook Pro M5 (14 Zoll)

Kein Ladegerät in der EU – und bei uns

Der Lieferumfang gab bei der Vorstellung zu reden. In der Schachtel findet man neben dem Gerät nur gerade das MagSafe-Ladekabel sowie Apples berühmt-berüchtigtes Reinigungstuch für happige 19 Franken – falls man sich für die Ausführung mit Nanotextur-Glas entschieden hat. (Allerdings fühlt sich das Tuch wirklich hochwertig an!)
Was im Rest der Welt ebenfalls in der Schachtel liegt, doch hierzulande fehlt, ist das Netzteil. Damit reagiert Apple auf eine neue EU-Regelung: Sie besagt, dass Verbrauchern die Wahl geboten werden muss, ob sie ein Gerät mit oder ohne Ladegerät kaufen wollen. Hingegen sind die Hersteller nicht verpflichtet, überhaupt ein Netzteil beizulegen. Apple hat sich für diesen Weg entschieden und andere werden folgen: Welcher Hersteller will schon jedes Gerät in zwei Ausführungen verkaufen und damit seinen logistischen Aufwand verdoppeln?
Stattdessen sind die Geräte 50 Franken günstiger geworden, bei gleichbleibender Konfiguration. So kostet das Basismodell mit 16 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher und 512 GB SSD jetzt 1549 Franken statt 1599 Franken. Wer will, legt bei der Bestellung ein Apple-Netzteil mit 70 Watt (59 Franken) oder 96 Watt (79 Franken) in den Warenkorb. Doch der Markt kennt auch günstigere Netzteile von namhaften Drittanbietern.
Tipp: Jedes brauchbare Netzteil funktioniert, solange es mehr Strom liefert, als das MacBook Pro verbraucht. Allerdings bedeutet mehr Leistung auch eine kürzere Ladezeit. Die neue Schnellladefunktion wiederum, mit der das MacBook Pro innerhalb von 30 Minuten auf 50 Prozent gefüllt wird, bedingt jedoch ein Netzteil mit wenigstens 96 Watt.
Allerdings ist ein solches Netzteil für viele Anwender fast schon als «Plan B» zu verstehen. Wird das MacBook Pro über USB-C mit einem fähigen Display verbunden, das sich mit Power Delivery versteht, entfällt seine Notwendigkeit: Der Saft wird direkt vom Display geliefert.
Apple verspricht beim M5 bis 24 Stunden Videostreaming oder 16 Stunden lang Surfen im Internet über Wi-Fi. Diese Aussage lassen wir hier einmal so stehen. Was hingegen sicher ist: Wenn das MacBook Pro nicht nonstop mit dem Rendern von Videos oder 3D-Szenarien beschäftigt wird, führt es zuverlässig und locker durch den Arbeitstag.



Das könnte Sie auch interessieren