Browser-Aktualisierung 14.06.2017, 21:33 Uhr

Das neue Firefox-54-Update ist da

Mozilla veröffentlicht Firefox 54. Damit verteilt der Hersteller seine Multi-Prozess-Architektur an alle Nutzer. Der Browser soll damit stabiler und schneller werden.
(Quelle: tanuha2001 / shutterstock.com)
Mozilla hat die neueste Version seines Firefox-Browsers veröffentlicht. Mit dem Update steht nun die neue Multi-Prozess-Architektur (e10s-multi) zur Verfügung. Ausserdem neu sind der vereinfachte Download-Button sowie das zugehörige Download-Status-Panel.
Im Firefox werden Inhalte auf bis zu vier Prozesse aufgeteilt.
(Quelle: Mozilla)
Mit der Verteilung der Multi-Prozess-Architektur hatte Mozilla bereits mit der Version 48 von Firefox begonnen. Jetzt steht die Funktion endlich allen Nutzern zur Verfügung. Die Vorteile davon liegen klar auf der Hand. Werden die Prozesse voneinander getrennt, lassen sie sich schneller ausführen. Zum anderen stürzt nicht der komplette Browser ab, wenn es etwa in einem der Tab zu Problemen kommt.

Nicht jeder Tab bekommt einen eigenen Prozess

Bisher arbeitete Firefox lediglich mit zwei Prozessen: Einer für den Browser selbst und einer für die aufgerufenen Webinhalte. Mit der neuen Version nutzt der Firefox nun standardmässig bis zu vier eigenständige Prozesse für angezeigte Inhalte. Ausserdem wird für die grafische Anzeige des Browsers ein eigener Prozess verwendet. Anders als bei Chrome etwa wird aber nicht für jeden Tab ein eigener Prozess gestartet. Lediglich die ersten vier Tabs werden vom Hostsystem auf einen eigenen zugewiesen. Jeder weitere Tab landet dann als Thread in diesen vier Prozessen.
Im Vergleich zu seinen Konkurrenten verbraucht Firefox deutlich weniger RAM.
(Quelle: Mozilla)
Alternativ lässt sich die Zahl der Prozesse aber auch manuell neu setzten. Dafür muss "about:config" in die URL-Leiste eingegeben und dann nach "dom.ipc.processCount" gesucht werden. Zukünftig soll diese Konfigurations-Möglichkeit jedoch einen prominenteren Platz bekommen. Ratsam ist diese individuelle Einstellung allerdings nur für Nutzer mit leistungsstarken PCs.
Grundsätzlich war das Entwicklerteam jedoch bemüht, mit dem Update genau die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit und Beanspruchung des Arbeitsspeichers zu schaffen. Der Chrome-Browser zum Beispiel erstellt für jedes Tab einen eigenen Prozess mit jeweils einer eigenen Browser-Engine. Unter Firefox hingegen teilen sich die Tabs innerhalb eines Prozesses den HTML-Renderer, der bereits im Speicher existiert. Das spart viel Speicherkapazität und dürfte speziell für Nutzer von schwachbrüstigen Geräten interessant sein.
Den neuen Firefox-Browser finden Sie wie gewohnt in unserem Download-Bereich als 32-Bit- oder 64-Bit-Variante für Windows.




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