Tweets in Suchergebnissen 05.02.2015, 10:33 Uhr

Twitter und Google arbeiten wieder zusammen

Twitter und Google erneuern ihre Kooperation, die fast vier Jahre lang brach lag: Ab dem ersten Halbjahr 2015 tauchen Tweets wieder in Echtzeit in den Suchergebnissen auf.
(Quelle: shutterstock/PremiumVector)
Alter neuer Deal mit Google: Twitter möchte, dass Inhalte künftig auch von Nicht-Mitgliedern gefunden werden und kooperiert dazu erneut mit Google, berichtet bloomberg.com. Die beiden Unternehmen haben bereits zusammengearbeitet, die Kooperation ging allerdings vor dreieinhalb Jahren zu Ende, da Twitter fürchtete, die Kontrolle über seine Inhalte zu verlieren.
Im Laufe des ersten Halbjahrs 2015 sollen nun alle Tweets wieder direkt nach der Veröffentlichung auf Twitter in den Ergebnissen der Suchmaschine auftauchen. Damit die Beiträge nahezu in Echtzeit in den Google-SERPS (Search Engine Result Pages) erscheinen, gewährt Twitter dem Konzern automatischen Zugriff auf seinen Daten-Stream "Firehose". Bis dato musste Google die Inhalte auf Twitter selbst durchsuchen, wie bei jeder anderen Webseite auch. Entsprechend wurden die Daten immer zeitverzögert abgebildet. Auch Bing und Yahoo haben bereits Zugriff auf Firehose.

Mehr Anzeigenerlöse

Gerade erst hatte Twitter verkündet, seine Promoted Tweets auch auf externen Webseiten und Anwendungen auszuspielen. Dazu hat das soziale Netzwerk Partnerschaften mit Flipboard und Yahoo Japan geschlossen. Die Google-Kooperation soll Twitter ebenfalls helfen, seien Werbeerlöse zu steigern, indem nun auch Nicht-Twitter-Nutzer erreicht werden können.
Google selbst zeigt mit der Partnerschaft, welchen Stellenwert das eigene soziale Netzwerk Google+ noch hat. Es wurde 2011 gelauncht, um mit Wettbewerbern wie Facebook und Twitter mithalten zu können. Einer der grossen Vorteile des Netzwerks war, dass Aktuelles prominent in den Suchergebnissen erschien.
In den USA zeigt Yahoos Partnerschaft mit Mozilla weiter Auswirkungen: Auch im Januar muss Google Anteile im US-Suchmaschinenmarkt abgeben. Erstmals liegt der Konzern unter 75 Prozent.




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