Vernetzte Gegenstände 07.01.2015, 09:09 Uhr

CES setzt auf das Internet der Dinge

Bei CES International, die am 6. Januar gestartet ist, erhält das Internet der Dinge viel Aufmerksamkeit. Über 900 Aussteller zeigen ihre Produkte, Dienstleistungen und Technologien dazu.
Volle Gänge auf der CES
(Quelle: CES International)
IoT lautet die Abkürzung für "Internet of Things" (Internet der Dinge) und glaubt man Karen Chupka, Senior Vice President bei der amerikanischen Consumer Electronics Association, ist es "aktuell das heisseste Technikthema". Wofür die Bezeichnung steht, erklärt Chupka auch: "Es geht um die Gelegenheit, Alltagsgegenstände wie Autos, Sicherheitssysteme oder Küchengeräte mit vernetzten Geräten wie PCs und Smartphones zu verbinden, um unseren Alltag besser zu organisieren." Die Consumer Electronics Association ist Veranstalter der Messe CES, die vom 6. bis 9. Januar 2015 stattfindet.
Über 900 Aussteller zeigen in Las Vegas ihre Innovationen rund um das Internet der Dinge. Insgesamt präsentieren sich über 3.500 Firmen. Auf der Messe gibt es einen eigenen Bereich nur für Sensoren-Technologie, den "Sensors Marketplace". Dort zeigen Tüftler, wie wir künftig per Gestensteuerung unsere Umgebung kontrollieren werden.
Mit dem Ring über dem Zeigefinger können vernetzte Gegenstände gesteuert werden
(Quelle: Logbar Pressekit)
Ein Beispiel: Die japanische Firma Logbar hat einen Ring entwickelt, der über den Zeigefinger gesteckt wird. Sobald er sich mit einem iPhone oder Android-Smartphone via Bluetooth verbunden hat, kann dieses Gerät per Handbewegung berührungslos gesteuert werden. Künftig soll der Nutzer damit Texte schreiben oder Überweisungen tätigen können.
Für eingefleischte Apple-Fans: Connected Grilling von iDevices
(Quelle: idevicesinc.com)
Im "Smart Home Marketplace" zeigen Aussteller wie Bosch oder iDevices ihre Erfindungen für das vernetzte Heim. Das US-Unternehmen iDevices hat zum Beispiel einen "iGrill" und ein "iThermometer" entwickelt. Das digitale Bratenthermometer wird ins Grillfleisch oder in das Brathähnchen gesteckt und sendet dann die Temperaturanzeige auf das iPhone. Der Koch kann sich seinen Gästen widmen und sein iPhone erinnert ihn daran, wann es Zeit ist, das Steak von der Grillkohle zu nehmen. Die Produkte sind zwar hübsch anzusehen. Doch ein herkömmliches Bratenthermometer leistet Vergleichbares.
Für Thomas Husson, Analyst bei Forrester Research, steht fest, dass vernetzte Objekte das nächste grosse Wettbewerbsfeld der Computerindustrie sein werden. Er weist darauf hin, dass es nicht nur um neue Hardware geht. "Wichtig ist auch, in welchem Mass grosse Player Partnerschaften ankündigen, um ihr Ökosystem von anderen abzuheben."
Weitere wichtige und noch offene Fragen sind, wie sicher das vernetzte Zuhause vor Hackerangriffen ist und wieviel Privatsphäre die Nutzer aufgeben, wenn sie sich in Räumen bewegen, in denen alle möglichen Geräte vom Thermostat bis zum Lichtschalter erfassen, ob sie gerade anwesend sind.



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