Share-Economy
13.01.2015, 07:10 Uhr

Kleiderkreisel verspricht mehr Service

Der Share-Economy-Vorreiter Kleiderkreisel verbessert sein nach Shitstorm eingeführtes Bezahlsystem durch mehr Support und einer Transaktionsbegleitung. Ob das die wütende Community beruhigen wird?
(Quelle: Kleiderkreisel.de)
Ende November vergangenen Jahres führte der Share-Economy-Pionier Kleiderkreisel ein treuhänderisches Bezahlsytem ein - und provozierte damit innerhalb der Community einen Shitstorm der Extraklasse. Mittlerweile haben sich die Wogen etwas geglättet und das Unternehmen bessert nach. So gibt es jetzt ein Support-Team, das zwischen den Verkaufsparteien bei Problemen vermittelt. Dazu führt ein Nachrichtenverlauf durch den Transaktionsprozess, damit alle Parteien immer transparent wissen, wo Geld oder Paket gerade sind. Die Nutzung des Bezahlsystems ist für Verkäufer bis März 2015 optional.
Was die Reaktionen der Community angeht, steht Kleiderkreisel jetzt da, wo die Plattform im Dezember gerne gewesen wäre - bevor der vermeidbare Shitstorm dazwischen kam. "Unsere Mitglieder passen sich erstaunlich schnell an den neuen Service an, schneller als wir erwartet haben", sagte Geschäftsführer Justas Janauskas gegenüber INTERNET WORLD Business. "Die meisten Transaktionen verlaufen problemlos, der Prozentsatz der Verkäufe, bei denen wir vermittelnd oder schlichtend eingreifen müssen, ist gering." Zudem seien bei Käufen, für die das Bezahlsystem genutzt wird, die Warenkörbe grösser und die Konversionsrate besser als bei Transaktionen, die nach dem herkömmlichen, auf Vertrauen zwischen den Mitgliedern basierenden System abgewickelt würden.
Geschadet habe der Kommunikations-GAU im November dem Unternehmen nicht, betont Janauskas: Aktuell hat die Share-Economy-Plattform in Deutschland 2,7 Millionen Mitglieder, Im Frühjahr 2014, als Kleiderkreisel viele neue soziale Features einführte, waren es 2,6 Millionen. Zwar habe es viele Austritte gegeben, aber dafür seien stetig neue Mitglieder hinzugekommen. Allein im Dezember, einem traditionell eher schwachen Monat bei Kleiderkreisel, habe die Plattform 100.000 Mitglieder dazugewonnen, so Janauskas. Der Sturm der Empörung im Forum hat sich tatsächlich merklich abgeschwächt, allerdings gibt es weiterhin viele unzufriedene Nutzer. "Unsere Hauptaufgabe in diesem Jahr ist es, diese Nutzer mit unserer Plattform zu versöhnen, indem wir ihnen den bestmöglichen Service bieten.", stellt Janauskas klar.

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