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01.06.2008
So ist die Web-2.0-Zielgruppe zu erreichen

Die "Sehnsüchtigen", die "Denkenden" und die "Fühlenden" sind die Treiber des Web 2.0, ergab eine Studie. Echte Multiplikatoren für Unternehmensbotschaften sind jedoch die "Freien".

Im Web 2.0 geht es längst nicht mehr darum, dass nur ein werbetreibendes Unternehmen als Botschaftensender fungiert. Im Gegenteil: Je mehr Multiplikatoren positiv über ein Unternehmen berichten, desto besser. Tomorrow Publishing hat in der aktuellen Studie "Web 2.0 Tomorrow" Marketingzielgruppen nach psychologischen Aspekten segmentiert und liefert damit Marketingverantwortlichen konkrete Empfehlungen für die Planung von Crossmedia-Aktivitäten. Die Studie verbindet die Ergebnisse der jährlich veröffentlichten Markt-Media-Studie "Typologie der Wünsche" (TdW) des Burda Community Networks mit der "Web 2.0 Studie" des Münchner Marktforschungsunternehmens PbS AG.

Im Kern, so analysieren die Studienautoren, sind es drei Gruppen, die die Basis des Web 2.0 bilden: Die Sehnsüchtigen - kontaktsuchende Mitläufer, die eher bescheiden und schüchtern sind. Ihr Treiber für die Web 2.0 Nutzung ist die Suche nach mehr sozialen Kontakten und guten Beziehungen mit anderen Menschen (vier Millionen Personen). Die Denkenden - anspruchsvolle Strategen, die planende und analytisch denkende Kopfmenschen sind. Ihr Treiber für die Web 2.0 Nutzung ist die Suche nach vertiefenden Informationen und die Erweiterung ihres Wissens (drei Millionen Personen). Und die Fühlenden - emotionale Optimisten, die genussorientierte, kreative und spontane Bauchmenschen sind. Ihr Treiber für die Web 2.0 Nutzung ist die Suche nach grossen Gefühlen und das Ausleben ihrer Persönlichkeit (zwei Millionen Personen).

Als Multiplikator für Informationen über Produkte und Dienstleistungen, online wie offline, kommt allerdings am ehesten der Typ der "Freien" in Frage. Darunter zählen konsumorientierte Individualisten, die eine höhere Konsumorientierung als die "Web-Enthusiasten" haben. Sie sind flexibel, phantasievoll, kontaktfreudig und ungebunden. Ihr Treiber für die Web 2.0 Nutzung sind Mobilität, Flexibilität und Konsum (acht Millionen Personen).

In punkto Werbung zeigen sie eine höhere Aufgeschlossenheit als alle anderen Web-2.0-Zielgruppen und auch das Qualitäts- und Markenbewusstsein ist ausgesprochen ausgeprägt. Durch Werbung lassen sie sich auch gerne auf neue Produkte hinweisen, allerdings zeigen sie gegenüber Printwerbung eine höhere Akzeptanz als gegenüber Fernsehwerbung. Leicht zu erreichen sind die "Freien" für die Marketer allerdings nicht, denn sie zeichnen sich durch einen überdurchschnittlich schlechten Konsum von Fernsehen und Zeitschriften aus. 44 Prozent nutzen Zeitschriften nur sehr gering, 59 Prozent schauen nur selten fern. Weitere Informationen gibt es in der kompletten Studie als PDF-Download. (ph/iwb)

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